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24.04.2007

INTERVIEW/Software AG will Webmethods-Offerte nicht erhöhen

Von Alexander Becker

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Software AG denkt nach den Worten ihres Finanzvorstands Arnd Zinnhardt derzeit nicht über eine höhere Offerte für den US-Wettbewerber Webmethods Inc nach. Das Angebot von 9,15 EUR sei fair und sein Unternehmen sehe daher keine Notwendigkeit, die Offerte zu erhöhen, sagte Zinnhardt in einem Interview Dow Jones Newswires am Dienstag. Nach Veröffentlichung der Übernahmeofferte Anfang April war der Webmethods-Aktienkurs zeitweise deutlich über das Übernahmeangebot gestiegen. Grund dafür waren Spekulationen um ein mögliches Gegenangebot eines anderen Konkurrenten.

"Wenn man sich die jüngste Kursentwicklung intensiver anschaut, dann hat der Finanzmarkt offenbar verstanden, dass es keine zweite Offerte eines anderen geben wird", so Zinnhardt. Die Webmethods-Aktie schloss am Montag an der Nasdaq bei 9,09 USD und damit unter dem Angebotspreis.

Derzeit gebe es noch keine Indikationen für ein Annahmeverhalten der Aktionäre. Die Software AG hatte das offizielle Übernahmeangebot in der vergangenen Woche vorgelegt. Die Annahmefrist läuft bis zum 15. Mai. Vor allem die institutionellen Anleger würden sich erst in den letzten Tagen der Angebotsfrist entscheiden, so Zinnhardt.

Wenn das Unternehmen weniger bis dahin mehr 50% und weniger als 90% der Anteile angedient bekomme, würde das den geplanten Squeeze-Out und das Delisting des US-Unternehmens verzögern, da das Unternehmen dann den Umweg über eine Hauptversammlung in den USA gehen müsste.

Zinnhardt bezifferte die mögliche Verzögerung daraus auf "acht bis zwölf Wochen" ab Ausübung der Anteile. Erhält die Software AG mehr als 50% werde Webmethods aber auf jeden wie geplant ab dem zweiten Halbjahr 2007 voll konsolidiert.

In Folge der Konsolidierung von Webmethods und der israelischen SPL werde es noch einmal einen Schub auf der Umsatzseite geben. Nähere Angaben dazu machte er nicht. Mitte März hatte die Software AG bereits die Übernahme des israelischen Vertriebspartner SPL Software Ltd für 46,3 Mio EUR angekündigt. SPL werde wie geplant ab dem laufenden zweiten Quartal 2007 mitkonsolidiert.

Im operativen Geschäft rechnet Zinnhardt im weiteren Jahresverlauf mit einer anhaltenden Dynamik. "Wir glauben, dass die dynamische Entwicklung bei Enterprise Transaction Systems (ETS) kein Strohfeuer war", so Zinnhardt.

Im ersten Quartal 2007 kletterte der Gesamtumsatz den Angaben zufolge um 10% auf 124,7 Mio EUR. 71% der Umsätze entfielen dabei auf ETS. Das EBIT legte um 16% auf 25 Mio EUR und das Nettoergebnis auf 17,8 Mio EUR zu. Analysten hatten im Mittel bei einem Umsatz von 123,8 Mio EUR ein Nettoergebnis von 17,7 Mio EUR erwartet.

Webseite: http://www.software-ag.de

- Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

industry.de@dowjones.com

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