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25.03.2008

Investor Icahn geht gerichtlich gegen Motorola vor

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Der US-Investor Carl Icahn hat seine Bemühungen für einen stärkeren Einfluss bei der Motorola Inc verstärkt. Icahn habe am Montag bei einem Gericht in Delaware eine Klage gegen den US-Telekomausrüster eingereicht, um damit unter anderem die Herausgabe von Unterlagen über die in Schwierigkeiten geratene Mobiltelefonsparte von Motorola zu erzwingen. Inhalt dieser Unterlagen sei die Strategie für das Geschäft.

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Der US-Investor Carl Icahn hat seine Bemühungen für einen stärkeren Einfluss bei der Motorola Inc verstärkt. Icahn habe am Montag bei einem Gericht in Delaware eine Klage gegen den US-Telekomausrüster eingereicht, um damit unter anderem die Herausgabe von Unterlagen über die in Schwierigkeiten geratene Mobiltelefonsparte von Motorola zu erzwingen. Inhalt dieser Unterlagen sei die Strategie für das Geschäft.

Motorola teilte mit, dass man bereits früher Forderungen des Investors nach Zugang zu den Unterlagen abgelehnt habe.

Der Investor forderte zum Wochenbeginn zudem die Motorola-Aktionäre in einem Schreiben auf, für seinen Vorschlag zur Besetzung von vier Boardsitzen zu stimmen. Dem "Wall Street Journal" (WSJ) sagte Icahn, dass Motorola ihm zwei Sitze angeboten hat. Das habe er aber abgelehnt.

Der US-Konzern hatte zu Jahresbeginn mitgeteilt, seine schwächelnde Handysparte auf den Prüfstand zu stellen. Dabei sei auch eine Abspaltung möglich. Der Geschäftswert sei enttäuschend und inakzeptabel, und der aktuelle Aktienkurs spiegele diesen Wert nicht richtig wider, hatte es geheißen. Einen Zeitrahmen für die Prüfung nannte das Unternehmen dabei nicht. Mitte Februar hatte es dann geheißen, dass man an der Sparte festhalten wolle.

Das Handygeschäft hat dem Telekomausrüster aus Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois in jüngerer Zeit schwer zugesetzt. Sinkende Marktanteile und fallende Preise führten in den vergangenen Quartalen dazu, dass sich der Spartenanteil am Gesamtumsatz 2007 auf etwas über die Hälfte von etwa zwei Drittel 2006 reduzierte.

Der als aggressiver Investor bekannte US-Milliardär Icahn hatte wiederholt eine Aufspaltung des Unternehmens gefordert. Icahn ist der zweitgrößte Aktionär des Unternehmens und hält 6,4% der ausstehenden Aktien.

Die Aktien von Motorola verteuerten sich am Montag deutlich um knapp 5% und beendeten den Handel bei 9,69 USD. In den vergangenen fünf Monaten hatte das Papier aber mehr als die Hälfte seines Werts verloren.

Webseite: http://www.motorola.com - Von Dan Gallagher und Roger Cheng, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 297 25 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/kla/jhe

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