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25.04.1997 - 

Ungewöhnliches Geschäftsmodell scheint sich zu bewähren

Investoren verkaufen Versant GmbH an die Versant Corp.

Die europäischen Investoren, eine Gruppe von DV-Spezialisten, die sich als "Fonds" bezeichnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die für US-Unternehmen oft schwierige Markteinführung auf dem alten Kontinent zu übernehmen. Um sich dabei nicht von kurzfristigen Umsatzerwartungen oder von Konzernentscheidungen abhängig zu machen, erwerben die Investoren die neue Tochter, etablieren sie mit dem im Land angemessenen Verfahren und verkaufen sie dann zurück an die Muttergesellschaft.

Genau das ist auch im Falle der in Grasbrunn bei München ansässigen Versant GmbH geschehen. Mit welcher Summe sich der "Fonds" das Geschäftsrisiko hat zahlen lassen, das er während der mehrjährigen Einführungsfrist übernommen hat, war nicht zu erfahren. Mitinvestor und bisheriger Geschäftsführer Bernhard Wöbker, zeigte sich jedoch zufrieden. Das Geschäftsmodell habe sich bewährt. Insgesamt hat die Gruppe zwei Millionen Dollar in Cash und 1,65 Millionen in Form von 160000 Aktien erhalten. Der Sachwert der GmbH liegt bei 1,15 Millionen Dollar.

Für die Versant-Kunden soll der Besitzerwechsel möglichst wenig Folgen haben. So bleibt der Ex-Investor und bisherige Geschäftsführer Bernhard Wöbker als Vice-President Europe im Unternehmen, das nun für die Vermarktung der Objektdatenbank in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zuständig ist. Die Kunden des Unternehmens kommen hauptsächlich aus den Branchen Telekommunikation, Finanzdienstleistung und Internet.

Insgesamt läßt das Versant-Geschäft allerdings zu wünschen übrig. Zwar geht der Kurs der Aktie, der seit Anfang des Jahres von über 20 Dollar auf unter fünf Dollar gesunken war, wieder in die Höhe, doch laut "Computergram" wird das Unternehmen für dieses Quartal einen Verlust ausweisen müssen. Das Umsatzwachstum auf 31,5 Millionen Dollar sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es.