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12.11.1999 - 

US-Gericht gibt Sammelklage Recht

Iomega schreibt auch im dritten Quartal dieses Jahres rote Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Speicherhersteller Iomega wartet erneut mit unerfreulichen Schlagzeilen und einem auch im dritten Quartal negativen Geschäftsverlauf auf.

Die Verluste von Iomega belaufen sich im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf über 78 Millionen Dollar. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte man ebenfalls rote Zahlen geschrieben, allerdings nur knapp 15 Milllionen Dollar. Die Umsatzkurve zeigt ebenfalls nach unten: Mit verkauften Waren im Wert von 356,6 Millionen Dollar lag man neun Prozent unter den Ergebnissen des dritten Quartals 1998, aber immerhin um 2,2 Prozent über den Erlösen des zweiten Vierteljahres 1999.

Der Hersteller macht niedrigere Umsätze mit den "Jaz"- und "Ditto"-Produkten für die negative Entwicklung verantwortlich, die auch durch bessere Verkäufe des "Zip-CD"- und "Clik"-Sortiments nicht aufgefangen werden konnten. Seit Jahresbeginn hat sich der Verlust auf knapp 125 Millionen Dollar summiert (1998: 73,3 Millionen Dollar). Zugleich sanken die Verkaufserlöse um 8,5 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Trotz des enttäuschenden Geschäfts hofft Iomega, im vierten Quartal 1999 wieder in die Gewinnzone zu klettern.

Der Hersteller aus Roy, Utah, hat mittlerweile Einsparungsbemühungen unternommen. So wurde die weltweite Laufwerksproduktion konsolidiert, was insgesamt zum Abbau von 140 Arbeitsplätzen führte. Nach Angaben des Herstellers fahren derzeit nur die Zip- und Jaz-Produktreihen Gewinne ein.

Außerdem muß sich Iomega in den USA mit einem Gerichtsverfahren um die Kompatibilität von Ditto-Drives auseinandersetzen. Iomega muß dafür sorgen, daß die seit 1992 verkauften Ditto-Laufwerke mit 2 GB Kapazität Bänder oder Cartridges lesen können, die in bestimmten Formaten von den Herstellern Cheyenne, Hewlett-Packard und Seagate gespeichert wurden. Ist dies nicht möglich, können die US-Kunden die Drives zurückgeben und erhalten bis zu 200 Dollar für ein Laufwerk. Die europäische Niederlassung von Iomega in der Schweiz erklärte, daß das Urteil nur US-Kunden betrifft. Über die Kosten, die das Urteil nach sich zieht, machte Iomega keine Angaben.

Da Iomega die Ditto-Technik im März dieses Jahres an Tecmar veräußerte, könnte auch der neue Eigentümer von dem Gerichtsentscheid betroffen sein. Michael Einhaus von der deutschen Tecmar-Niederlassung legte der CW ein Datenblatt vor, in dem nicht behauptet wird, daß die "Ditto-Max"-Laufwerke die angemahnten Formate unterstützen. Etwaige Schadensersatzforderungen gegen Tecmar bestehen somit nicht.