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23.06.2000 - 

Analysten erwarten 2006 ein Marktvolumen von 91 Milliarden Dollar

IP-Telefonie gibt ein kräftiges Lebenszeichen von sich

FRANKFURT/MAIN (CW) - Die IP-Telefonie boomt. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Frost & Sullivan in einer Studie über den Weltmarkt für IP-Telefondienste. Triebfedern der Entwicklung, an deren Spitze die Europäer stehen, sind die TK-Liberalisierung, eine effizientere Netzauslastung sowie neue Anwendungen.

Die Übertragung von Sprache über Datennetze auf Basis des Internet Protocol (IP) - kurz Voice-over-IP(VoIP-)Telefonie - entwächst langsam den Kinderschuhen. Das ist jedenfalls die Meinung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, die für den globalen VoIP-Servicemarkt eine Umsatzexplosion von heute 263,7 Millionen Dollar (1999) auf 91,5 Milliarden Dollar im Jahr 2006 prognostiziert (siehe Grafik).

Den Erhebungen zufolge hat besonders die Öffnung der Telefonmärkte einen weltweiten Boom in der Kommunikationstechnologie und bei TK-Dienstleistungen ausgelöst. Die hohe Internet-Penetration sowie Bereitschaft zur Adaption neuer Technologien stimulieren das Wachstum zusätzlich.

Ex-Monopolisten schlagen zurückInternational rangiert 1999 überraschend nicht Nordamerika an der Spitze der Rangliste im VoIP-Business, sondern Europa. Erst an zweiter Stelle folgten die Amerikaner, dann der Raum Asien sowie Pazifik. Nach Einschätzung der Auguren liegt das größte Wachstumspotenzial jedoch im nordamerikanischen Markt.

Neben der Liberalisierung der Märkte nennt die Studie derzeit die Umgehung der Vermittlungsgebühren als weiteren Katalysator für den VoIP-Aufschwung. Unternehmen können Kosten sparen, indem sie ihre Fern- und Auslandsgespräche über das Datennetz abwickeln und dabei mit Ausnahme der Einwahlgebühren das kostenfreie Internet nutzen. Gleichzeitig ermöglicht VoIP durch die Konvergenz von Daten und Sprache eine Effizienzsteigerung in weiten Bereichen.

Als zusätzlichen Wachstumsmotor identifiziert der Report den allgemeinen Trend zu alternativen Technologien, womit sich die letzte Meile überbrücken lässt. Hier planen auch die Anbieter von Mobilfunkdiensten für nächste Netzgeneration den verstärkten Einsatz von VoIP-Technik.

Doch trotz des enormen Wachstumspotenzials sieht sich der VoIP-Markt auch Risiken ausgesetzt. Die Betreiber der öffentlichen Telefonnetze relativieren mit ihren Dumping-Preisen für überregionale Verbindungen einige Kostenvorteile der IP-Telefonie. Zu diesem Zweck, so die Analysten, bedienen sie sich bereits stillschweigend der VoIP-Technologie. Dem begegnen die VoIP-Serviceanbieter mit innovativen Anwendungen wie Unified Messaging, Präsenz-Management und Click-to-talk-Anwendungen für Call Center.