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29.05.2007

IPO/Gerresheimer sieht Börsengang als Chance zur Entschuldung

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Hersteller von Spezialglas- und Kunststoffprodukten Gerresheimer sieht den bevorstehenden Börsengang als "Chance zur Entschuldung". "Der Gang an die Börse ist für uns die Chance, das Unternehmen zu entschulden und eine neue Basis für Wachstumsideen zu schaffen", sagte CEO Axel Herberg am Dienstagvormittag auf der IPO-Pressekonferenz. Der Emissionserlös soll vornehmlich in den Schuldenabbau gesteckt werden. Zudem ermögliche der Börsengang Gerresheimer, das organische Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu beschleunigen, fügte Herberg hinzu.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Hersteller von Spezialglas- und Kunststoffprodukten Gerresheimer sieht den bevorstehenden Börsengang als "Chance zur Entschuldung". "Der Gang an die Börse ist für uns die Chance, das Unternehmen zu entschulden und eine neue Basis für Wachstumsideen zu schaffen", sagte CEO Axel Herberg am Dienstagvormittag auf der IPO-Pressekonferenz. Der Emissionserlös soll vornehmlich in den Schuldenabbau gesteckt werden. Zudem ermögliche der Börsengang Gerresheimer, das organische Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu beschleunigen, fügte Herberg hinzu.

Hans-Jürgen Wiecha, CFO bei Gerresheimer, bezifferte die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf über 800 Mio EUR. Nach dem Börsengang sollen diese auf "knapp unter" 400 Mio EUR sinken. "Dann wird Gerresheimer eine ausgewogene Mischung aus Eigenkapital und Fremdkapital haben", fügte er hinzu. Nach Angaben im Prospekt des Konzerns lagen die Nettofinanzschulden per 28. Februar bei 860,7 Mio EUR.

Im Jahr 2007 soll Gerresheimer eine "schwarze Null" und 2008 dann ein "deutlich positives Nettoergebnis" ausweisen, so Wiecha weiter. 2007 würden bei Gerresheimer außerordentliche Belastungen unter anderem aus dem Börsengang und der Ablösung der Anleihe anfallen. Nach Studien werde bei Gerresheimer 2008 mit einem Net Cash Income von über 70 Mio EUR gerechnet und das Unternehmen strebe die Zahlung einer "marktüblichen Dividende" an, sagte der CFO weiter.

Gerresheimer benötigt nach Einschätzung von Beobachtern frische Mittel, weil dem Konzern bei zwei fremdfinanzierten Käufen durch Finanzinvestoren Schulden aufgeladen wurden. Blackstone hatte Gerresheimer im November 2004 von Investcorp und JP Morgan übernommen und dafür mehr als 600 Mio EUR gezahlt.

In dem am 28. Februar endenden Dreimonatszeitraum erzielte die Gerresheimer-Gruppe einen Umsatz von 226 Mio EUR und in dem am 30. November 2006 endenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 893,3 Mio EUR (jeweils auf Pro-Forma-Basis einschließlich der Wilden-Gruppe für den gesamten Betrachtungszeitraum). Das bereinigte EBITDA lag im Dreimonatszeitraum bei 40,1 Mio EUR und im Geschäftsjahr bei 150,8 Mio EUR.

Das Produktprogramm von Gerresheimer umfasst Arzneimittelfläschchen aus Glas und Kunststoff ebenso wie komplexe Drug-Delivery-Systeme, etwa vorfüllbare Spritzen, Inhalatoren.

Webseite: http://www.gerresheimer.com

DJG/cbr/brb

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