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05.07.2007

IPO/Morgan Stanley bewertet SAF Holland mit bis zu 708 Mio EUR

Von Rüdiger Schoß

Von Rüdiger Schoß

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsch-amerikanische Achsen- und Fahrgestellanbieter SAF-Holland ist nach Ansicht von Morgan Stanley bis zu 707,88 Mio EUR wert. Die Investmentbank begleitet das Unternehmen als Sole Bookrunner in den Prime Standard. Im Rahmen eines Vergleichs mit Lkw-Herstellern bewerten die Analysten den SDAX-Aspiranten in ihrem Emissionsprospekt mit dem 10,2-fachen des für 2008 prognostizierten operativen Gewinns. Das bereinigte EBIT soll im kommenden Jahr auf 69,4 Mio EUR steigen nach 56,7 Mio EUR im laufenden Jahr.

SAF-Holland will aus einer Kapitalerhöhung Aktien im Wert von 130 Mio EUR anbieten, sagte eine mit dem Börsengang vertraute Person zu Dow Jones Newswires. Der Finanzinvestor Pamplona werde daneben Papiere für rund 300 Mio EUR anbieten. Das Volumen des Börsengangs dürfte also inklusive Greenshoe also über 430 Mio EUR erreichen. CEO Wilfried Trepels hatte der "Financial Times Deutschland" Ende Juni gesagt, der Streubesitz werde nach dem Börsengang mehr als 50% betragen. "Unser Anteil am Erlös soll hauptsächlich in den Schuldenabbau fließen." Daneben will das Unternehmen das Engagement in China, Brasilien und Osteuropa verstärken.

Als Schwierigkeit bei der Bewertung heben die Analysten von Morgan Stanley das Fehlen vergleichbarer Unternehmen heraus. SAF-Holland werde der erste reine LKW-Zulieferer an der Börse sein. Das Geschäftsmodell und das Endkundengeschäft zeige einige Charakteristika von Automobilherstellern und Autozulieferern. Die Kundengruppe der Lkw-Hersteller und das Endkundengeschäft im Ersatzteilbereich von SAF-Holland ließen jedoch die höhere Bewertung der Aktien im Lkw-Bereich gerechtfertigt erscheinen.

Auf einen Peer-Group-Vergleich mit Pkw-Zulieferern verzichteten die Analysten, weil weder deren Geschäftsmodell noch das Verhalten der Endkunden vergleichbar sei. Eine aus Continental, Valeo, Autoliv, Brembo und GKN gebildeten Gruppe der Fahrzeugzulieferer bewerten die Analysten mit dem 9,7-fachen des 2008 erwarteten EBIT. Ein "deutscher Industriedurchschnitt" mit Deutz, Pfleiderer, Demag, Gildemeister, IWKA und Vossloh wird mit dem 9,2-fachen bewertet. Auf Basis des Nettogewinns bewerten die Analysten die Gruppe den Lkw-Herstellern mit dem 15-fachen des 2008 erwarteten Plus.

Für das laufende und die beiden kommenden Jahre rechnen die Analysten von Morgan Stanley mit 761,6 Mio sowie 844,5 Mio und 954,8 Mio EUR Umsatz. Zugleich soll der Nettogewinn auf 15,8 Mio bzw 30,8 Mio und 41,4 Mio EUR steigen. Das hoch rentable Ersatzteilgeschäft, das 2006 bei 155,6 Mio EUR Umsatz 27,5 Mio EUR operativen Gewinn verbuchte, sehen die Analysten 2008 und 2008 um mehr als 9% und 8% wachsen. Mit der Erstausrüstung von Nutzfahrzeugen hatte SAF-Holland 2006 bei 622,2 Mio EUR Umsatz einen operativen Gewinn von 27,5 Mio EUR erzielt.

Webseite: http://www.safholland.de

-Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 203,

ruediger.schoss@dowjones.com

DJG/rso/kgb/jhe

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