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18.05.2001 - 

IETF-Standards für den Übergang sind in Arbeit

IPv6-Migration leichter gemacht

FRAMINGHAM (IDG) - Organisationen hängen heutzutage zu sehr vom Internet ab, um Ausfallzeiten während eines Upgrades von IPv4 auf IPv6 in Kauf zu nehmen. Aber Hilfe naht. Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat diverse Technologien definiert, die die Migration vereinfachen sollen. Dazu gehört ein Übergangs-Edge-Router.

Ein Edge-Router verbindet interne Geräte mit dem Internet. Oder andersherum gesagt: Am Router endet die Internet-Verbindung und wird für alle Geräte im LAN verfügbar gemacht. Viele dieser Edge-Router beinhalten Netz-Address-Translation-(NAT-)Features. Dieses Verfahren erlaubt den Benutzern, ihre internen IP-Adressen zu behalten - auch wenn sie im Internet längst belegt sind. NAT ersetzt nämlich nach außen hin alle IP-Adressen durch die des Routers, so dass es aussieht, als wäre nur ein einziges System angebunden.

Diese Eigenschaft bringt Schwierigkeiten mit sich. Zum Beispiel ist es kompliziert, mehrere Web-Server mit eigener IP-Adresse zu betreiben. Multimedia- und interaktive Internet-Aktivitäten lassen sich ebenfalls nur mühsam über einen NAT-Router abwickeln. Multiple Subnetze sind nicht möglich. NAT begrenzt die Erweiterbarkeit von VPNs, die Sicherheit und Verschlüsselung - und es verhält sich nicht günstig in IPv6-Umgebungen.

Noch gibt es eine große installierte Basis an Software und Hardware für IPv4. Deshalb wird eine Migration zu Ipv6 nur stattfinden, wenn sie einfach ist. Das IETF hat daher folgende Spezifikationen vereinbart:

-DNS-ALG definiert Domain-Name-System-(DNS-)Erweiterungen zu NAT und beschreibt, wie DNS Adresszuordnungen ändern kann.

-SIIT legt die Übersetzung zwischen IPv4- und IPv6-Headern fest. Das erleichtert den Transport von IPv6-Daten über IPv4-Netze.

-NAT-PT regelt die Konversion privater IPv4- in öffentliche IPv6-Pakete.

-6to4 beschreibt die Verkapselung von IPv6 über IPv4-Backbones.

Wenn man alle diese Vorschläge verbindet, ergibt sich eine Umgebung, in der Systeme der einen Version über Backbones der anderen kommunizieren können. Ein Edge-Router mit dieser Softwareergänzung gestaltet eine Migration zu IPv6 einfacher. Hinzu kommen sollten außerdem Unterstützung für IP Security, eine konfigurierbare Firewall, Multimedia-Services und ein Web-basierendes Management-Interface.

Administratoren können dann entscheiden, Netzelemente wie Web-Server oder Datenbanken vor externen Internet-Nutzern zu verstecken oder nicht. IP-Adressen lassen sich in separaten Subnetzen duplizieren. Und falls das Internet irgendwann auf IPv6 umgestellt wird, sind keine Änderungen im LAN mehr erforderlich.