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30.07.1982

IRD prognostiziert Wende auf dem COM - Markt:Optische Speicherplatte wirft Schatten voraus

NORWALK (hh) - Wolken am COM - Umsatz - Himmel ziehen auf. So die Meinung der International Resource Development Inc. aus Norwalk, USA. Eine Studie dieses Marktforschungsunternehmens besagt, daß sich die Umsatzzuwachsraten unter dem Druck konkurrierender Speichermedien verkleinern werden.

Bis Ende der 70er Jahre, so beschreibt das Unternehmen in seiner englischsprachigen Studie "European Micrographics Markets", seien die Herstellerumsätze in diesem Bereich beständig gestiegen. Ausschlaggebend dafür war der Komfort und der Spareffekt bei Einsatz der Mikrografie. Seit 1980 nun verkleinern sich die Zuwachsraten, stellt Nyolee Waters, Mitglied der IRD - Mannschaft, fest. Dies sei zwar auch auf die Rezession zurückzuführen, aber es gebe, so Waters, Anzeichen dafür, daß sich einige Anwender mit den Möglichkeiten des Einsatzes der optischen Speicherplatte anfreunden. Man rechnet für den amerikanischen Markt mit einer Verfügbarkeit dieses Speichermediums noch vor 1985. Allgemein erwarten die Marktforscher, daß sich die Margen dennoch in Europa besser halten werden als in dem konkurrenzstarken amerikanischen Markt.

Die Studie untersucht auch die mögliche Zukunftsentwicklung von anderen lasergesteuerten optischen Speichermedien und elektronischen Datenträgern. So habe Philips in den Niederlanden bemerkenswerte Ergebnisse in der Technologie seiner optischen Speicherplatten vorzuweisen, benötige aber noch einige Jahre, bevor sie damit dem COM - Markt ernsthaft gefährlich werden könne. Waters rechnet damit das Philips sich erst eine Position auf dem amerikanischen Optikspeichermarkt erobern wolle, bevor man sich dem europäischen Bereich zuwende.

In der Zwischenzeit allerdings seien die COM - Anbieter nicht müßig gewesen. Da die Europäer nach Beobachtung des Autors sehr sensibel gegenüber "nassen" Chemikalien in ihrem Arbeitsbereich seien, haben sich die Hersteller hier einiges einfallen lassen, um diesen Bedenken zu begegnen. Interessanterweise in skandinavischen Ländern Befürchtungen besonders ausgeprägt.

Der Einsatz von Mikrofilm variiere von Land zu Land, stellt Waters fest. So finde in England Mikrofilm häufig Einsatz bei der Verfilmung von Wettcoupons. Die zugelassenen Wettbüros archivieren nahezu routinemäßig mit diesem Medium.

In Frankreich bestimme ein Gesetz, daß Dokumente, die als Beweis vor Gericht geführt werden sollen, zweimal gefilmt werden müssen, einmal normal und einmal mit ultraviolettem "schwarzem" Licht. Hier gab es ein Problem, da entsprechende Kameras nicht verfügbar waren. Nur ein Unternehmen, die Vannier Protolec habe ein entsprechendes Gerät fertig stellen können.

Neben solchen Beobachtungen schildert die Studie ferner den erwarteten Trend der nächsten zehn Jahre. Dabei finden nach Mitteilung des Marktforschungsinstitutes wahrscheinlich technische Entwicklungen Berücksichtigung, die die Speichermedien allgemein und die Mikrografie insbesondere betreffen.

Die Strategien der wichtigsten Hersteller sind in der Studie aufgezeigt und mögliche Reaktionen auf Veränderungen des Marktes vorausgesagt. Die IRD bietet diese Studie für knapp 1300 Dollar an.