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Backweb-CEO Barak über die Wiederauferstehung der Push-Technologie


28.04.2000 - 

"Irgendetwas läuft falsch mit dem heutigen Portal-Konzept"

MÜNCHEN (CW) - Vor Jahren als Killerapplikation des Internet gefeiert, versank die Push-Technologie sehr schnell sang- und klanglos in der Versenkung. Führende Hersteller wie Backweb oder Marimba leckten eine Zeit lang ihre Wunden und definierten dann ihr Geschäftsmodell neu. Mit Eli Barkat, CEO von Backweb Technologies, sprach die CW-Schwesterzeitung "Infoworld".

Infoworld: Woran ist die Push-Technologie gescheitert?

Barkat: Push starb, weil die Netze bei immer mehr Nutzern zusammenbrachen. Jetzt glauben einige Leute noch immer, es sei ein toter Markt. Wir haben darauf mit dem Konzept von "Polite Push" (höfliches Push) reagiert.

Infoworld: Was steckt dahinter?

Barkat: Zunächst einmal versenden wir nur dann Informationen, wenn das Netz gerade nicht beansprucht wird. Weiterhin kann der Versand unterbrochen werden - wir nehmen ihn dann wieder auf, ohne dass der gesamte Vorgang wiederholt werden muss. Schließlich liefern wir nur die geänderten Daten eines schon einmal angeforderten Pakets aus. Außerdem empfängt jeder Rechner die Informationen von der ihm nächstgelegenen Quelle aus.

Infoworld: Wie lässt sich Push-Technologie im Unternehmen sinnvoll einsetzen?

Barkat: Irgendetwas stimmt nicht mit dem heutigen Konzept von Portalen - weil jeder Portale baut. Wenn Sie ein Reseller sind, müssen Sie zu 50 verschiedenen personalisierten Portalen gehen, um die jeweiligen Neuigkeiten zu prüfen. Haben Sie und Ihre Partner allerdings ein proaktives, auf Push-Technologie basierendes Portal, dann müssen Sie nur noch einmal die für Sie relevanten Informationen abonnieren. Alle Daten von verschiedenen Seiten laufen dann in einer zentralen Stelle zusammen. (Microstrategy hat mit Strategy.com erfolgreich ein solches zentrales Portal aufgebaut, Anm. d. Red.)

Infoworld: Funktioniert Push auch bei drahtlosen Übertragungstechniken?

Barkat: Das ist für uns eine der größten Herausforderungen dieses Jahres. Wir glauben, dass Push die ideale Mobile-Unified-Messaging-Lösung ist. Beispielsweise arbeiten wir an einer Eskalationstechnik. Das heißt, der Push-Dienst versucht Sie nacheinander auf verschiedenen Geräten zu erreichen, bis die Information bei Ihnen angelangt ist. Das schließt PCs ebenso ein wie Handys oder PDAs. In der zweiten Jahreshälfte wollen wir soweit sein.

Infoworld: Stehen Sie damit allein auf weiter Flur?

Barkat: Nein. Wir sprechen mit Anbietern wie SAP, Real Networks und anderen. Gerade erst haben wir mit SAP ein strategisches Abkommen geschlossen. Wir glauben, dass der Markt in diesem Jahr Push als eine effektive Komponente des E-Business erkennen wird.