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30.04.1999 - 

CEO Ed Staiano tritt zurück

Iridium macht viele Schulden mit wenigen Kunden

30.04.1999
MÜNCHEN (CW) - Die Situation beim Satellitendienst Iridium spitzt sich zu. Nachdem im letzten Monat der Finanzchef Roy Grant auf Druck der Aktionäre seinen Hut nehmen mußte, verläßt nun auch Iridium-CEO Ed Staiano das Unternehmen. Die im Anschluß an die Demission präsentierten Umsatz- und Abonnentenzahlen fielen noch schlechter als erwartet aus.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres flossen rund 1,45 Millionen Dollar Umsatz in die Iridium-Taschen. In der gleichen Zeit sammelte der Betreiber des Satellitendienstes einen Verlust von 505 Millionen Dollar an. Den Investoren war einst ein Umsatz von 30 Millionen Dollar und vier Millionen Dollar Gewinn in Aussicht gestellt worden. Auch bei den Abonnentenzahlen konnte der Anbieter sein Versprechen, 52000 Kunden zu gewinnen, nicht ein- lösen. Ende März kommunizierten insgesamt 10294 Iridium-Anwender über das Satellitensy- stem.

Noch bevor diese Zahlen der Öffentlichkeit bekanntgegeben wurden, verließ Ed Staiano, CEO und Promoter des Projekts, das Unternehmen. Zwischen ihm und dem Aufsichtsrat habe es unüberbrückbare Differenzen über die künftige Ausrichtung des Geschäfts gegeben, ließ ein Sprecher wissen. Als Interims-CEO übernimmt nun der bisherige Afrika-Chef von Iridium, John Richardson, die Geschäfte.

Er wird sich demnächst mit einem weiteren Problemfall beschäftigen müssen. Einem Bezirksgericht in Columbia liegt eine Klage von Iridium-Investoren vor, die dem Betreiber mangelhafte Informationspolitik vorwerfen. Sie seien zu spät über Schwierigkeiten mit dem Satellitensystem und die daraus resultierenden Engpässe bei der Kundenakquise informiert worden. Hintergrund dieser Anschuldigungen sind zum einen der verspätete Start des Dienstes, zum anderen die Lieferschwierigkeiten des Handy-Herstellers Kyocera.