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Software-Entwicklungstrends/Kommentar


17.07.1998 - 

Irritierende Wegweiser?

Assembler- und Cobol-Programmierer sind so gesucht, daß Ruheständler zu fürstlichen Honoraren wieder ihren Dienst antreten. Einen Außenstehenden könnte dies zur Interpretation veranlassen, in der DV gäbe es zur Zeit eine Rückbesinnung auf alte Werte. Der Eindruck einer ultrakonservativen Wende, einer Abkehr von "all dem modischen Zeug" täuscht, von einem Trend zum Gestrigen kann natürlich keine Rede sein.

Daß sich alle Welt zur Zeit mit Altem beschäftigt, ist eine Notwendigkeit, und zwar eine vorübergehende. Die Arbeit, alte Systeme auf vierstellige Jahreszahlen oder die Feinheiten einer neuen Währung umzustellen, wird in spätestens drei Jahren erledigt sein. Dieser Aufwand blockiert jedoch zahllose Aufgaben, die für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen eigentlich wichtiger wären.

Trotz dieser Belastungen, die Unternehmen weder Produktivitätsfortschritte noch Arbeitsentlastung bringen, steht der Fahrplan für die nächsten Jahre auch bei denen fest, die in ihrer Fortschrittsfeindlichkeit die Rückbesinnung auf Cobol und Assembler insgeheim begrüßt haben. Componentware ist schon länger im Gespräch; jetzt redet auch SAP davon, also kann es nicht falsch sein.

Von Objektorientierung und Internet hat früher immer der Frisch-von-der-Uni-Nachwuchs schwadroniert, bis er sich im betrieblichen Cobol-Alltag die Hörner abgestoßen hatte. Unter dem Dachbegriff Java ist beides akzeptiert, nicht zuletzt weil der bewunderte Bill Gates größtes Interesse daran zeigt, diese Entwicklung zu beherrschen.

Wir sind schon in einer Phase weitreichender Veränderungen in der DV. E-Business, Knowledge-Management, Workflow sind beispielhaft einige der weiteren "trendigen" Begriffe, die für den Aufbruch aus der Daten- in die Informationsverarbeitung stehen.ls