Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Siemens hat neue Personalsoftware in petto:

IS-PA erhält noch den letzten Schliff

09.07.1982

MÜNCHEN (hh) - Ein branchenneutrales Standardsoftwareprogramm für die Personalverwaltung und -Abrechnung entwickelt derzeit die Siemens AG in München. Als Liefer- und Freigabetermin hat das Unternehmen nach eigenen Angaben den Oktober dieses Jahres vorgesehen.

IS-PA, so der Name des Personalabrechnungssystems, wird derzeit als Pilotprojekt bei der BMA Braunschweiger Maschinenbauanstalten in Braunschweig mit dem letzten Schliff versehen. Das Programm wurde fremdeingekauft und dann im Hause Siemens entsprechend den geforderten Programmspezifikationen und Anforderungen umgearbeitet. Das System ist auf die Gesetzgebung der Bundesrepublik und Berlin zugeschnitten und wird als Grundsystem mit zusätzlich lieferbaren Aufbaufunktionen angeboten werden. Fünf Größenvarianten erlauben die Abrechnung und Verwaltung von weniger als 500 bis zu mehr als 5000 Mitarbeitern.

Mehrere Personengruppen, Werke oder Unternehmen können unterschiedlich bearbeitet werden, gleichzeitig oder zeitlich getrennt. An Aufbaufunktionen gibt es die Netto-Brutto-Hochrechnung, Vorschuß/Abschlagszahlungen, Pfändung, Kurzarbeitergeld und DÜVO sowie Zusatzauswertungen.

Das Programm läuft auf der Siemens-Hardware 7.500 und 7.700 unter BS2000. Als Programmiersprache haben sich die Entwickler für Cobol entschieden. Über den Speicherbedarf für das Programm könne derzeit noch keine Angabe erfolgen, meint ein Mitarbeiter an diesem Projekt. Wie der Name ausdrückt, ist das Programm dialogorientiert - die Bedienerführung erfolgt über Menüs. In der Bedienerfreundlichkeit sieht dann auch Siemens eines der Hauptargumente für den Einsatz von IS-PA. Über die vorgesehenen Schnittstellen der Software kann das Programm auch mit benachbarten betriebswirtschaftlichen Anwendungspaketen wie FIBU und Kostenrechnung zusammenarbeiten.

Die Freigabe des Quellprogrammes für anwendereigene Änderungen sei nicht geplant, heißt es aus dem Hause Siemens, jedoch bestehe die Möglichkeit, über Sonderfreigaben zu reden. Der jetzt genannte Preis für ein Grundsystem der Software (bis zu 500 Mitarbeiter) beläuft sich als Einmalpreis auf knapp 50 000 Mark, die Miete mit Wartungsleistungen auf rund 1300 Mark monatlich. Zusatzfunktionen sind in diesen Angaben nicht enthalten. Siemens übernimmt die üblichen Serviceleistungen nach Aufwandsberechnung.

Die Schulung übernimmt das Haus Siemens. Sie läuft für Kunden bereits Mitte Juli an.