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04.06.1999 - 

Firmen migrieren zu schnelleren Alternativen

ISDN setzt sich im Privatbereich durch

FRANKFURT/M. (CW) - Kräftige Zuwachsraten im Geschäft mit ISDN-Diensten prognostiziert die Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Nach ihren Erwartungen werden im Jahr 2004 mehr als 42 Milliarden Dollar in der EU mit dem digitalen Telefondienst umgesetzt.

Der europäische Markt für ISDN-Dienste wird zur Zeit auf 27,8 Milliarden Dollar geschätzt. Kräftige Zuwächse, vor allem bei den Privatanschlüssen, sollen die Umsätze bis zum Jahr 2004 auf mehr als 42 Milliarden Dollar anschwellen lassen. Diese Prognose trifft Frost & Sullivan in der Studie "The European Market for ISDN Services", die insbesondere auf den Nachholbedarf bei Privatanschlüssen verweist. War ISDN zunächst vorrangig im Firmenbereich vermarktet worden, so stellen nun nach Erkenntnissen der Analysten zunehmend Privathaushalte mit PC und Internet-Anschluß auf ISDN-Dienste um. Eine Entwicklung, die durch sinkende Zugangstarife unterstützt wird, so die Meinung der Autoren der Studie.

Ferner habe die TK-Liberalisierung den Markt zusätzlich belebt. Die zahlreichen neuen Anbieter entwerfen zielgerechte Pakete für einzelne Gruppen, von denen sie sich kräftiges Wachstum versprechen. Im Markt herrscht deshalb, so die Analysten, ein intensiver Preiswettbewerb, der alle Anbieter einschließlich der bisherigen nationalen Monopolanbieter, unter Druck setzt. Die Anbieter legen ständig niedrigere Tarife vor, so daß die Anreize für die Kunden ständig steigen.

Bis Mitte der neunziger Jahre galt ISDN als reine Spezialtechnik für Firmenkunden. Mit der Tendenz zur Telearbeit und dem steigenden Interesse am Internet zieht der Datenverkehr aber immer mehr in die Privathaushalte ein und macht für diese ISDN zu einer interessanten Technik. Die Firmenkunden wenden sich dagegen laut Frost & Sullivan bereits stärker den neuen konkurrierenden Technologien wie ADSL, ATM und Frame Relay zu, da diese höhere Transferraten versprechen. Zudem dürfte die kommende Integration von Sprache und Daten im professionellen Bereich die Entwicklung der ISDN-Sprachdienste benachteiligen.