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11.12.1987

ISDN-Takelage

"Just in Time" zu sein, beansprucht die Deutsche Bundespost für sich, was den Ausbau der ISDN-Infrastruktur anbelangt. Glaubwürdig aber ist auch, daß Schnittstellenprobleme traditioneller Art zwischen Industrie und dem großen Kommunikator als Schwarzer Peter ab sofort nicht mehr nur am Grünen Tisch hin und her gereicht werden. Angesichts der verspäteten Installation, Anlieferung, Entwicklung von ISDN-Endgerätschaft für die Pilotprojekte teilte Minister Schwarz-Schilling der Industrie quasi postwendend ihr gerüttelt Maß an Verantwortung für den Endgerätemarkt zu. Er mußte in aller Öffentlichkeit "nochmals auffordern, die benötigten Endeinrichtungen umgehend bereitzustellen". Peinlich . . .

Funktionierende, akzeptierte und preisgünstige Anwendungen sind der Prüfstein, an dem die ganze Jubelschar der eingesessenen Fernmeldeunternehmen ihre neue DV-Anwendernähe zu beweisen hat. Aber Kommunikationsinseln stellen vorerst nicht nur die jetzt auf dem Stuttgarter ISDN-Kongreß gezeigten Mischkommunikations-Anwendungen dar, auch der Kongreß selbst erwies sich immer noch als Kommunikationsinsel - weitgehend isoliert vom potentiellen Anwender.

Als friedliche Eroberer im Zeitalter der elektronischen Entdeckungen im Ozean der schier unendlichen ISDN-Anwendungsmöglichkeiten müssen sich die wenigen Pilotanwender fühlen. Wo bleiben die Konquistadoren? Die Bereitschaft, Schiffe und Mannschaft für einen Aufbruch in die neue Kommunikationswelt aufzutakeln, war in Stuttgart zu spüren, Goldgräberstimmung nicht.