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05.07.1996 - 

Exportschlager Software

Israels Programmierer sorgen für Rekordergebnisse

Amiram Shore, President der Israeli Software Houses Association (ISHA), schätzt, daß rund 40 Prozent der exportierten Software nach Westeuropa gehen, 35 Prozent an Nordamerika sowie 15 Prozent nach Südostasien und dem Fernen Osten.

Von den rund 200 israelischen Softwarehäusern, die zirka 8000 Mitarbeiter beschäftigen, führen derzeit 65 Unternehmen Software aus. Sieben Firmen sind an der New Yorker Börse notiert. Zu den führenden Softwarehäusern zählen MLL, das vor allem Produkte für das Softwaredesign und die Datenanalyse anbietet, Aurec, das auf digitalisierte Telefonverzeichnisse spezialisiert ist, ATL und Contabel, die Applikationssoftware erstellen, der Tool-Hersteller Mashov und Yael, ein Anbieter von Backup-Systemen. In Deutschland dürften aber auch Namen wie Fourth Dimension, Sapiens, Accent und Mercury bekannt sein.

Außerdem investieren international tätige IT-Hersteller in Joint-ventures oder gründen eigene Niederlassungen für die Softwareproduktion. Dazu gehören Microsoft, IBM, Intel, Sterling, Motorola, Digital Equipment, Hewlett-Packard, Bertelsmann Music Group, Bell Quebec und Northern Telecom.

Die amerikanische Wochenzeitschrift "Newsweek" beobachtet, daß es israelische Softwarefirmen schneller als andere schaffen, sich auf dem High-Tech-Markt durchzusetzen, zum Beispiel indem sie die richtigen Kapitalgeber fänden. In einer April-Ausgabe führt das Magazin diese Entwicklung auf die bereits traditionelle Zusammenarbeit amerikanischer Rüstungsfirmen mit dem israelischen Verteidigungsministerium zurück. Dieses dürfte der größte Inlandskunde der Softwarefirmen sein, und nach Voraussagen von Marktbeobachtern wird es das auch mindestens noch fünf Jahre bleiben.

Gehörte Israel in der Vergangenheit zu den klassischen Ländern für "Offshore-Programmierung" wie Indien und Irland, muß dieses Vorurteil mittlerweile korrigiert werden. Die Gehälter für Entwickler sind in den vergangenen zwei Jahren fast auf westeuropäisches Niveau angestiegen. Trotzdem scheint es an Arbeitskräften in diesem Umfeld zu mangeln. Das israelische Magazin "Link" sprach zu Beginn dieses Jahres von ungefähr 6000 gesuchten Software-Ingenieuren und -technikern.