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03.11.2000 - 

IT hat sich selbst ins Abseits manövriert

Ist der CIO fürs E-Business zu langsam?

MÜNCHEN (qua) - "Findet das E-Business ohne den Chief Information Officer statt?" So lautete eines der Diskussionsthemen auf dem COMPUTERWOCHE-Kongress "IT meets Business". Die Gesprächsteilnehmer - in der Mehrzahl Betroffene - beantworteten die Frage unisono mit ja.

Jahrelang haben sich die IT-Manager mit langwierigen Projekten und knappen Ressourcen herumplagen müssen; heute werden E-Business-Projekte mit kurzen Laufzeiten und üppigen Budgets aufgesetzt, laufen aber bisweilen völlig an der IT-Abteilung vorbei.

Zu langsam, zu konservativ, zu unflexibel und zu stark technisch orientiert, um beim Thema E-Business mitreden zu können, lauteten die Urteile über die Unternehmensinformatiker. Folglich eigneten sie sich nur noch als "Erfüllungsgehilfen", wohingegen die Initiative von anderen Abteilungen ausgehe, beispielsweise vom Marketing, vom Vertrieb oder - im Fall elektronischer Marktplätze - vom "Supply-Chain-Manager", der offenbar bereits in einigen Unternehmen den Logistikleiter ersetzt.

Paradoxerweise haben gerade die kulturellen Veränderungen der jüngsten Zeit die IT-Abteilungen und damit die CIOs ins E-Business-Abseits gestellt: Jahrelang waren sie stolz darauf, sich als interne Dienstleister zu definieren. Kein Projekt ohne konkreten Auftrag und detailliertes Pflichtenheft, lautete die Losung.

Diskussionsteilnehmer Andreas Resch, Geschäftsführer bei dem Logistikdienstleister Fiege Deutschland, sieht hier einen grundsätzlichen Denkfehler. Er bemängelt die fehlende Fähigkeit zur Antizipation: "Wenn Sie heute den Kunden fragen, was er will, sind Sie morgen weg vom Markt." Ausführlich werden die Stellungnahmen zu diesem Thema auf den Seiten 77 bis 78 gewürdigt.