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20.04.2016 - 

Huawei P9

Ist die Leica-Kamera Etikettenschwindel?

Die Sensoren der Doppel-Kamera des Huawei P9 stammen von Sony, die Linsen fertigt das chinesische Unternehmen Sunny Optical. Da stellt sich die Frage: Wie viel Leica steckt eigentlich in der Kamera des Huawei P9 drin?
Das neue Smartphone-Flaggschiff von Huawei
Das neue Smartphone-Flaggschiff von Huawei
Foto: Huawei

Bei der Vorstellung des Huawei P9 (Hands-On) wurde eine Sache extrem in den Mittelpunkt gestellt: die Doppel-Kamera von Leica. Huawei scheint sehr stolz darauf zu sein, den legendären Kamera-Hersteller als Kooperationspartner gewonnen zu haben. Man betonte stets, das Huawei P9 und seine Kamera seien tatsächlich von beiden Unternehmen zusammen entwickelt worden. Das dürfte auch stimmen, allerdings wurde nun bekannt, dass die Linsen in der Doppel-Kamera des Huawei P9 nicht von Leica selbst gefertigt werden. Für die Entwicklung und Produktion ist das chinesische Unternehmen Sunny Optical zuständig, wie MyDrivers und DPReview melden und Huawei mittlerweile bestätigt. Die Kamera sei allerdings von Leica zertifiziert.

Die P9 Doppel-Kamera: von Sunny Optical gefertigt, von Leica zertifiziert.
Die P9 Doppel-Kamera: von Sunny Optical gefertigt, von Leica zertifiziert.
Foto: Sunny Optical

Diese mehr oder minder stillschweigende Auslagerung der Produktion war nicht zu erwarten, denn Leica hatte bis dahin noch nie mit einem chinesischen OEM-Hersteller bei der Produktion von Kameralinsen kooperiert. Da auch die Sensoren in der Doppel-Kamera des Huawei P9 nicht von Leica sondern, von Sony kommen, stellt sich die Frage, wie stark das Engagement des Unternehmens bei der Entwicklung und Fertigung des Kamera-Moduls tatsächlich gewesen ist. Ist der Name Leica also reines Zugpferd für das Marketing?

Stückzahlen ein mögliches Problem für Leica

Am Ende dürfte es einen recht profanen Grund für die Auslagerung geben: die Stückzahlen. Leica stellt weitestgehend teures Profi-Equipment her, das in wesentlich geringerer Menge verkauft wird als die Smartphones des drittgrößten Herstellers der Welt. Zudem erfordert die Herstellung eines so kleinen Moduls wie der Kamera des P9 andere Maschinen und Herstellungsprozesse als bei großen Kameras und Objektiven. Da ist die Auslagerung der Fertigung an ein anderes Unternehmen ein logischer Schritt, wenngleich auch ein Risiko - einen so bekannten und geschätzten Namen wie den von Leica sollte man besser nicht durch eventuell schlechtere Qualität eines Fremdherstellers schädigen. Die Qualität der Kamera des Huawei P9 hat jedoch bisher im Test voll überzeugt, weshalb der Schachzug gelungen scheint.

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