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08.11.2002 - 

Windows-Server schneiden bei Vergleichstest besser ab

Ist Microsofts .NET schneller als Java?

MÜNCHEN (CW) - In einem Geschwindigkeitsvergleich zwischen .NET und Java 2 Enterprise Edition (J2EE) schnitt Microsoft besser ab. Angesichts der Testbedingungen wurden aber Zweifel an der Aussagekraft der Messergebnisse laut. Unbestritten scheinen hingegen die erheblichen Leistungsunterschiede zwischen den J2EE-Servern.

Die Geschwindigkeitstests, die das amerikanische Softwarehaus The Middleware Company ausrichtete, erfolgten unter vier Systemen: Windows 2000 mit .NET 1.0, dem Release Candidate von Windows .NET Server 2003 mit .NET 1.1 und zwei J2EE-Servern unter Linux, deren Hersteller aus lizenzrechtlichen Gründen nicht genannt werden durften. Sie firmierten daher als Server A und B. Dabei stellte sich heraus, dass Microsoft die Leistung des neuesten Windows-Servers gegenüber dem Vorgänger erheblich steigern konnte. Andererseits übertraf der J2EE-Server A seinen Rivalen B sowohl im Datendurchsatz als auch bei der Skalierbarkeit weit. Da der Ausrichter des Tests von zwei führenden J2EE-Anbietern spricht und einige technische Details nennt, darf mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass sich hinter Server A "Bea Weblogic" und hinter Server B "IBM Websphere" verbirgt. Darauf weist besonders die Tatsache hin, dass sich zwar Suns Java Virtual Machine (JVM) 1.4 als deutlich schnellste erwies, Server A aber mit "Jrockit 3.1" von Bea und Server B mit IBMs JVM 1.3 betrieben werden mussten.

Die Windows-Konkurrenz übertraf in den meisten Tests den schnelleren J2EE-Server A um den Faktor zwei bis drei. Allerdings wurden in den Foren der populären Entwickler-Site http://www.theserverside.com plausible Einwände gegen die Testbedingungen erhoben. Der schwerwiegendste davon besagt, dass unter .NET die leichtgewichtige ASP-Technologie genutzt wurde, der in Java JSPs oder Servlets entsprechen. Stattdessen kamen dort aber Enterprise Javabeans (EJBs) zum Einsatz, die sich primär für Transaktionen eignen und als aufwändiger gelten. Weiterhin wurde bemängelt, dass mit dem "SQL Server" und "Oracle 9i" für beide Welten zwei verschiedene Datenbanken genutzt wurden.

In die Berechnung des Preis-Leistungs-Verhältnisses, bei dem Microsoft am besten abschnitt, ging auch die Zeit für die Konfiguration der Systeme ein. Nachdem .NET als Teil von Windows ausgeliefert wird, fiel hier der Aufwand deutlich geringer aus als bei den J2EE-Servern. Allerdings hätten unter dem Kostenaspekt Open-Source-Systeme wie "Jboss" möglicherweise eine bessere Figur gemacht. Diskussionsteilnehmer auf TheServerside.com wandten zudem ein, dass auch der Aufwand für die Anwendungsentwicklung mitberechnet werden müsste - und der sei bei Enterprise-Applikationen dank zahlreicher freier Frameworks unter Java geringer.

Die Ergebnisse des Vergleichstests können von http://www.middleware-company.com/j2eedotnetbench kostenlos heruntergeladen werden. (ws)