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25.01.2005

IT-Arbeitsmarkt: Es geht aufwärts

Die Zahl der IT-Jobangebote stieg im letzten Quartal um 40 Prozent.

Genau 17088 IT-Stellenangebote erschienen im vergangenen Jahr in 40 Tageszeitungen und der computerwoche, im Jahr zuvor waren es 14014 Offerten. Der Personaldienstleister Adecco, der die Untersuchung regelmäßig vornimmt, sieht darin eine Bestätigung dafür, dass es wieder aufwärts geht. Von Oktober bis Dezember 2004 betrug der Zuwachs gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gut 40 Prozent. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Fach- und Führungskräfte stieg die Zahl der freien Positionen nur im einstelligen Bereich.

Der größte Zuwachs mit über 60 Prozent auf 1715 Jobs entfällt auf Organisatoren, Koordinatoren und auf firmeninterne Berater. Ebenfalls im Aufwind befinden sich die Anwendungsentwickler. 3414 Stellen waren für diese Berufsgruppe ausgeschrieben, was einem Plus von über 20 Prozent entspricht. Stärker gesucht sind auch Verkäufer, Datenbank- sowie Systemspezialisten. Nur leicht gestiegen sind dagegen die Angebote im Netzwerkumfeld sowie aus Rechenzentren.

Mit 4275 Angeboten entfallen nach wie vor die meisten Offerten auf die Beratungs- und Softwarehäuser, die mit über 30 Prozent auch den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verbuchten.

Ein starkes prozentuales Plus melden auch die Zeitarbeitsfirmen, allerdings auf niedrigerem absolutem Niveau.

Fast die ganze Dienstleistungsbranche, allen voran die Werbeagenturen, Marktforschungsinstitute und Wirtschaftsberatungen, hat im zweistelligen Prozentbereich mehr Jobs ausgeschrieben als im vergangenen Jahr.

Mehr IT-Profis suchten auch die Maschinen- und Fahrzeugbauer, die Verlage, die Telekommunikationsbranche und die Finanzdienstleister. Ähnlich viele Ausschreibungen wie im Vorjahr, nämlich rund 2200, werden im öffentlichen Dienst gezählt. In der Pharma- sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie dagegen ist die bereits niedrige Zahl der Offerten aus dem Vorjahr nochmals zurückgegangen.

Arbeitgeber erwarten von ihren künftigen Mitarbeitern am ehesten ein Informatikstudium. In etwa einem Drittel der Jobofferten wünschen sich Chefs diesen Abschluss, gefolgt vom Ingenieurdiplom, das in 27 Prozent der Angebote verlangt wurde. Stark im Kommen sind die Wirtschaftsinformatiker.

Das Angebot für diese Zielgruppe hat sich mit rund 750 Offerten gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt, macht aber bezogen auf alle IT-Jobs nur etwa fünf Prozent aus. Für genauso viele IT-Positionen wurden Betriebswirte gesucht. Auf Mathematiker und Physiker entfallen zusammen nicht einmal ein Prozent der Angebote. Auffällig ist auch, dass sich die Berufe weiter akademisieren, dass also die Firmen zunehmend ein Hochschulstudium vom Bewerber erwarten. 84 Prozent der Betriebe wollen im Zeugnis diesen Abschluss sehen, voriges Jahr waren es 83 Prozent.

Die meisten Computerfachleute werden in Nordrhein-Westfalen gesucht. Fast 2900 IT-Stellen entfallen auf die Region an Rhein und Ruhr, dicht gefolgt von Bayern mit 2800 Jobs und Baden-Württemberg mit 2550 Offerten. (hk)