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10.01.2003 - 

CW-Prognose

IT-Arbeitsmarkt: Es kann nur besser werden

"So ein Jahr möchte ich nicht nochmals erleben" oder "Gott sei Dank, es ist vorbei", solche Aussagen von Geschäftsführern und Personal-Managern waren zum Jahresende die Regel. Man konnte richtig mitfühlen, wenn manch ein Chef zu später Stunde in informeller Runde erzählte, welche schlaflosen Nächte er durchmachte, weil er erstmals Mitarbeiter entlassen musste. Doch manch einer gab auch ehrlich zu, dass diese Krise ebenfalls ihre guten Seiten habe, weil man sich von Mitarbeitern trennen könne, die im Hype der vergangenen Jahre auf die Schnelle eingestellt worden waren.

Die Zahlen sind ernüchternd und frustrierend für jeden Arbeitssuchenden. Die Menge der IT-Jobofferten sank im Jahr 2002 gegenüber dem Vorjahr um fast 70 Prozent, nachdem schon 2001 ein Rückgang um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. Verdoppelt hat sich innerhalb von weniger als drei Jahren auch die Zahl der arbeitslosen IT-Spezialisten auf fast 70000.

Noch auf der CeBIT im März vergangenen Jahres ärgerten sich IT-Verbandsfunktionäre über die negativen Schlagzeilen zum Arbeitsmarkt. Sie waren überzeugt, dass spätestens im Herbst wieder der Wettbewerb um die IT-Spezialisten beginnen würde. Daraus wurde bekanntermaßen nichts, im Gegenteil: Noch immer ist nicht klar, ob der Tiefpunkt erreicht ist und wie es weitergeht.

Doch es gibt auch am Arbeitsmarkt Silberstreife am Horizont. Zum Forum Jobs & Karriere der COMPUTERWOCHE auf der CeBIT in Hannover im März haben sich renommierte Großkonzerne wie Audi, BMW, Siemens und Bayer, aber auch dynamische Mittelständler angemeldet; sie alle wollen wieder einstellen, allerdings hoch qualifiziertes Personal. Die Ansprüche der Arbeitgeber an die Kandidaten sind enorm gestiegen, zum Teil müssen Abstriche beim Gehalt hingenommen werden. Davon sollten sich Bewerber nicht abschrecken lassen: Denn gerade in Krisenzeiten ist eine interessante und motivierende Aufgabe allemal wichtiger als eine Gehaltserhöhung. Auch die Möglichkeit, sich regelmäßig weiterzubilden, sollte bei der Jobwahl mehr berücksichtigt werden.

Qualifizierte Mitarbeiter hegen und pflegen

Gleichzeitig werden sich die Unternehmen in diesem Jahr mehr denn je um das Thema Mitarbeiterbindung kümmern. Sie müssen versuchen, die Guten zu halten, denen sie in den letzten Monaten zum Teil Grausamkeiten zugemutet haben. Es gilt zu verhindern, dass diese Leistungsträger gehen, sobald die Konjunktur anzieht. Personaler werden sich verstärkt mit geeigneten Bindungsinstrumenten befassen müssen. Der Chef eines Softwareunternehmens berichtete unlängst, dass seine Mitarbeiter sich immer früher ausgebrannt fühlten und nach drei bis fünf Jahren über eine Auszeit nachdächten. Hoch qualifizierte Mitarbeiter nicht zu verschleißen und im Sinne einer Work-Life-Balance zufrieden zu stellen wird auch Aufgabe der Unternehmen sein. (hk)