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08.09.2008

IT-Arbeitsmarkt: Verhaltenes Wachstum

In den ersten acht Monaten 2008 wurden gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum nur sechs Prozent mehr IT-Jobs ausgeschrieben.

Von 19 961 auf 21 166 stieg die Zahl der IT-Stellenangebote, die in den ersten acht Monaten 2008 in 40 Tageszeitungen und der computerwoche ausgeschrieben wurden, gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Das ermittelte der Hamburger Personaldienstleister Adecco, der die Untersuchung vornimmt. Damit bestätigt sich ein Trend, der schon seit einigen Monaten anhält: Die Zahl der IT-Jobs, die in Print-Publikationen angeboten werden, wächst nur noch langsamer. Die Online-Börsen verzeichnen nach wie vor ein zweistelliges Wachstum, wie der computerwoche-Kooperationspartner Stepstone bestätigt.

Softwarehäuser zögern

Überraschend zurückgegangen, und zwar um etwa fünf Prozent, ist die Zahl der Jobofferten in Beratungs- und Softwarehäusern. Unerwartet stagnieren die Angebote für Ingenieure in den Boombranchen Fahrzeugtechnik und Maschinenbau. Ebenfalls wenig Bewegung ist bei Finanzdienstleistern, in der Telekommunikationsindustrie oder selbst bei den den Zeitarbeitsfirmen zu beobachten. Das größte Wachstum verzeichnet dagegen der öffentliche Dienst mit 50 Prozent mehr inserierten Jobs. Dieses Ergebnis könnte dadurch bedingt sein, dass staatliche Institutionen oft die Auflage haben, Stellen in Zeitungen auszuschreiben, während viele kleine Firmen nur noch in Internet-Stellenbörsen präsent sind. Ebenfalls positiv aufgefallen sind die Branchen Verkehr und Medien, die über 40 Prozent mehr freie Arbeitsplätze melden als im Vorjahr.

Über die gefragteste Qualifikation verfügen die Anwendungsentwickler. Für sie gab es 4690 Offerten, was allerdings nur einem Plus von fünf Prozent entspricht (Vorjahr plus 20 Prozent). Prozentual stärker stieg das Interesse an System- und Datenbankspezialisten - von 2370 auf 2773. Größer als 2007 ist auch die Nachfrage nach Internet-Spezialisten, während bei den Netz- und den Vertriebsprofis eine Stagnation und bei den RZ-Spezialisten ein zehnprozentiger Rückgang zu verzeichnen ist. Das gilt auch für die Großrechnerexperten, die wohl kaum noch über klassische Medien gesucht werden. Hier spielt sich das meiste im Freiberuflerumfeld ab.

Viele Jobs im Süden

Im regionalen Ranking bleibt Bayern weiter vorn. Es folgen die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, das stark im Kommen ist, und Nordrhein-Westfalen. Zugelegt hat Niedersachsen mit einem Zuwachs von einem Drittel auf 2077 Stellen. Um ein Viertel auf 1461 sind die Jobangebote in Sachsen gestiegen, so dass der ostdeutsche Freistaat das zweitstärkste Wachstum meldet. (hk)