Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Meta Group zählt zwei DV-Blackouts pro Monat


26.09.1997 - 

IT-Ausfälle machen Anwendern zu schaffen

Bei einer solchen Ausfallrate seien die DV-Systeme in Unternehmen bis zu einer Woche pro Jahr nicht benutzbar. Diesen Wert ermittelten die Analysten in ihrer Untersuchung zum Thema "Höherwertige Dienstleistungen", in dem sie die Zahl der Ausfälle mit der durchschnittlichen Störungsdauer multiplizierten. Nicht nur die DV-Manager, sondern auch Fachabteilungsleiter und Geschäftsleitungen sind durch diese Umstände stark beunruhigt. Machen sich doch die IT-Ausfallzeiten in allen Unternehmensbereichen durch Produktionsstillstand, Arbeitsausfälle und Lieferverzögerungen bemerkbar.

Ein Problem, so die Forscher, ist die Ermittlung der durch solche Störungen und Ausfälle verursachten Kosten. DV-Leiter schätzten die finanziellen Auswirkungen eines IT-Ausfalls im Durchschnitt nur halb so hoch ein wie ihre Kollegen aus den Fachbereichen. Diese sind laut Meta Group offenbar eher in der Lage, die Sekundärkosten zu quantifizieren.

Als Grund für die unterschiedliche Bewertung nennen die Analysten eine fehlende Kostentransparenz. Bei rund 54 Prozent der befragten Unternehmen mangelt es schon an der notwendigen Dokumentation solcher Störungen, die für mehr Klarheit sorgen könnte. Zudem tolerierten die DV-Leiter eine durchschnittliche Ausfalldauer der IT-Systeme von drei Stunden im Monat.

Über die Ursachen der Störungen waren sich die Unternehmen einig: "Es sind in erster Linie Kompatibilitätsprobleme bei Hard- und Software", sagt Andreas Pestinger, Berater bei der Meta Group. "Die über Jahre hinweg ungeplant und wild gewachsene IT-Landschaft ist schuld an den Abstimmungsproblemen der Systeme untereinander." Daneben spielten Bedienungs- und Konfigurationsfehler sowie der Ausfall von Hardware- und Softwarekomponenten eine wichtige Rolle.

Gegen die Risiken im IT-Betrieb sichern sich Unternehmen überwiegend durch Einzelmaßnahmen ab. Ganz oben auf der Hitliste der intern getroffenen Vorkehrungen stehen Backups, Spiegel-Server und Viruskontrollen. Mit diesen Maßnahmen läßt sich der Status quo nach einem IT-Zusammenbruch wiederherstellen. Um aber Fehler zu vermeiden, so die Forscher, sei ein umfassendes Wartungs- und Sicherungskonzept notwendig, das in den meisten Unternehmen bislang fehle.

In 55 der befragten Unternehmen gibt es ihren Untersuchungen zufolge nicht einmal schriftlich fixierte Vereinbarungen über interne Leistungsverpflichtungen, sogenannte Service Level Agreements (SLA). Fachabteilungen wissen in diesem Fall kaum, was sie konkret von ihren DV-Abteilungen erwarten können.

Doch der Wunsch nach 100prozentiger Verfügbarkeit der DV steht für IT-Manager ganz oben auf der Prioritätenskala. Auch die Leiter der Fachabteilungen ziehen mit 68 Prozent eine hohe Verfügbarkeit niedrigen Kosten (26 Prozent) deutlich vor. Nach Meinung der Meta Group dürfte dies aber ohne interne Leistungsvereinbarung und Positionierung der DV als interner Dienstleister kaum zu bewerkstelligen sein.

Die Analysten fordern "höherwertige IT-Dienstleistungen" wie Helpdesk-Services sowie moderne System- und Netzwerk-Management-Konzepte intensiver zu nutzen und entsprechende Dienstleistungen einzukaufen.