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10.12.2007 - 

IDC-Prognose für 2008

IT-Ausgaben wachsen 2008 langsamer

Laut IDC werden 2008 zwischen 5,5 und 6 Prozent mehr für IT ausgegeben als dieses Jahr; für 2007 gehen die Auguren noch von einem Wachstum von 6,9 Prozent aus. "Es gibt zwar weiterhin positives Wachstum, aber die Branche wird im kommenden Jahr definitiv ein wenig gekniffen", erklärte Frank Gens, Senior Vice President for Research, in einer Telefonkonferenz zur IDC-Prognose für 2008. Den Wachstumsrückgang bezeichnete der Chefanalyst als "signifikant".

Besonders hart treffen könnte es die USA, wo das Wachstum der IT-Ausgaben von 6,6 Prozent in diesem Jahr auf 3 bis 4 Prozent für 2008 fallen könnte, so Gens. Zuerst werde dies die Hardware zu spüren bekommen, dann mit ein bis zwei Quartalen Verspätung die Software und danach weniger stark die Services.

IT-Hersteller werden sich aus Sicht von IDC verstärkt in Schwellenmärkten engagieren, speziell in Mexiko, Polen und der Türkei, Argentinien, Kolumbien, Saudi-Arabien, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emirate sowie Vietnam. In diesen Ländern sollen die Anbieterinvestitionen zusammengenommen um 16 Prozent steigen.

An der Gerätefront erwartet IDC vor allem eine wachsende Ausbreitung tragbarer Web-Geräte in Formfaktoren zwischen Smartphone und Notebook. Diese sollen die Reichweite des mobilen Internets deutlich vergrößern. Die Marktforscher erwarten handflächengroße oder ein wenig größere Geräte, die sich mit dem Web verbinden und "ein oder zwei Dinge gut können", so Gens. Ein gutes Beispiel dafür sei der E-Book-Reader "Kindle" von Amazon. "Wir erwarten, das Dutzende solcher Geräte im Jahr 2008 vorgestellt werden", sagte Gens, und zwar von einer Vielzahl von Herstellern. Unter anderem werde Intel hier einen Vorstoß unternehmen.

Als Übernahmekandidaten für das Jahr 2008 sieht IDC unter anderem Intuit, TeleNav und Networks in Motion neben Software-Analytics- und E-Discovery-Anbietern wie Attenex oder Attensity. IDC steht außerdem zu seiner schon 2007 aufgestellten Prognose, dass Salesforce.com gekauft werde. Gens verschob die Transaktion aber gleich mal ins nächste Jahr, auch wenn das laufende noch nicht vollends um ist.

Wolfgang Leierseder