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Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern verkraften die Krise besser


17.10.2003 - 

IT-Budgets im Mittelstand bleiben stabil

MÜNCHEN (CW) - Rund zwölf Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland rechnen 2003 im Vergleich zum Vorjahr mit sinkenden IT-Budgets. Dagegen gaben zirka 38 Prozent an, ihre Ausgaben gesteigert zu haben.

Offenbar trifft die Wirtschaftskrise Firmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern härter als die größeren Mittelständler. In einer Befragung von 1449 Unternehmen in Deutschland erfuhren die Marktforscher von IDC, dass Firmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern die wirtschaftlichen Schwierigkeiten besser meistern konnten. Sie waren auch bei den 38,1 Prozent der Firmen, die mit gewachsenen IT-Budgets rechnen, überproportional vertreten. Dagegen gaben 11,8 Prozent an, dass ihre IT-Ausgaben sinken. Insgesamt werde der IT-Markt im KMU-Segment 2003 um 0,65 Prozent zulegen. Nach Branchen betrachtet, ergibt die IDC-Studie ein unterschiedliches Bild: Gesundheitswesen, Bildungsbereich und die Banken sind im laufenden Jahr die Wachstumstreiber des mittelständischen IT-Marktes. Die deutschen Industriefirmen geben für IT mit 5,3 Milliarden Dollar zwar nach wie vor am meisten aus, verzeichnen aber als einzige Branche einen Ausgabenrückgang.

Der Erhebung zufolge nutzen kleine und mittlere Unternehmen zunehmend das Web, um die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten zu verbessern, auch wenn das bei vielen noch sehr rudimentär ausfällt. Häufig beschränken sich Firmen darauf, auf ihren Websites Hintergrundinformationen und eine Beschreibung ihrer Hauptaktivitäten zu platzieren.

Kulturelle Barrieren

Hier müssen den Marktforschern zufolge noch viele interne und kulturelle Barrieren abgebaut werden. Dazu zähle beispielsweise die fehlende Neigung vieler KMUs, ihren Partnern online Geschäftsinformationen zugänglich zu machen oder collaborative Prozesse auf den Weeg zu bringen. Die Analysten rechnen jedoch damit, dass aufgrund technischer Verbesserungen Online-Bezahlvorgänge für KMUs zunehmend interessant werden, sobald die bisherigen Sicherheitsbedenken nachlassen.

Sicherheitslösungen stehen IDC zufolge in der Gunst der KMUs weit oben. In den vergangenen Jahren hätten rund zwei Drittel der Firmen entsprechende Lösungen implementiert. Daneben habe ein hoher Prozentsatz der Unternehmen in Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Systeme, System-Management-Software, Analyselösungen und Branchenanwendungen investiert. Die Bereitschaft, hierfür Geld auszugeben, sei auch im laufenden Jahr stark ausgeprägt. Customer-Relationship-Management-(CRM-) und Supply-Chain-Management-(SCM-)Systeme waren 2002 dagegen erst in geringem Umfang im Einsatz. Während im CRM-Bereich lediglich Groß- und Einzelhandel nennenswert investieren wollen, planen im laufenden Jahr 19 Prozent aller KMUs Projekte im SCM-Bereich. Den größten Bedarf sehen die Versicherer: 31 Prozent wollen hier 2003 aktiv werden.

Nähe der Anbieter wichtig

Die Untersuchung der IT-Beschaffungskanäle hat ferner gezeigt, dass kleinere und mittlere Firmen Händler und Distributoren bevorzugen, während größere Mittelständler Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Systemintegratoren aufgebaut haben. KMUs lassen sich bei der Anschaffung von IT-Produkten und -Services insbesondere von Aspekten wie Nähe des Anbieters sowie individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Lösungen und Supportdienste leiten. Der Befragung zufolge können Value-Added-Reseller ihren herausragenden Stellenwert im KMU-Sektor nicht mehr behaupten, auch wenn sie immer noch einen großen Anteil der externen IT-Budgets für sich verbuchen. (rg)

Abb: Erwartete Veränderungen der IT-Budgets 2003

Rund die Hälfte der befragten Mittelständler kann 2003 genauso viel Geld für IT ausgeben wie im Vorjahr. Mehr als ein Drittel rechnet sogar mit gestiegenen Budgets. Quelle: IDC 2003