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Deutsche Firmen investieren vorerst weiter

IT-Budgets stehen auf dem Prüfstand

09.03.2001
MÜNCHEN (mo) - Sorgen um die schwache US-Konjunktur wirken sich in den Vereinigten Staaten und zunehmend auch in Europa auf die IT-Abteilungen aus. Viele Unternehmen geben weniger für Computer und Telekommunikation aus. Obwohl die Entscheider auch in Deutschland bei E-Commerce-Projekten genauer hinsehen, rechnen Experten hierzulande vorerst weiter mit hohen Investitionen.

Nur um fünf bis sechs statt der bislang erwarteten neun Prozent sollen die IT-Budgets der Unternehmen steigen. Das hat die Investmentbank Merrill Lynch bei einer Befragung von 50 IT-Entscheidern (Chief Information Officers = CIOs) aus den USA und 20 aus Europa herausgefunden. Europäische Unternehmen seien positiver eingestellt. Sie halten es laut Studie zurzeit für unwahrscheinlich, dass die IT-Ausgaben reduziert werden müssen. Allerdings wollen sie dies auch nicht ausschließen, sollte die Abkühlung der US-Konjunktur auf Europa übergreifen.

In erster Linie sparen die Unternehmen an Dienstleistungen - insbesondere beim Outsourcing - sowie bei Investitionen in Mainframes und Drucker. Plattformseitig wird vor allem in Windows-Server investiert. Immerhin 66 Prozent der Befragten wollen die Windows-2000-Ausgaben erhöhen, 60 Prozent die Windows-NT-Aufwendungen. Mehr als die Hälfte der befragen IT-Abteilungen (52 Prozent) stecken mehr Geld in Unix.

Die Investitionen in Web-Projekte werden in der Regel nicht revidiert, da sich die Unternehmen hiervon Kosteneinsparungen versprechen. Das deckt sich mit Empfehlungen des Beratungsunternehmens Meta Group. "IT-Ausgaben müssen stärker wertorientiert ausgerichtet werden", fordert Meta-Group-Analyst William Zachmann, "sie müssen fest an Projekte gebunden sein, die einen klaren Return on In-vestment haben." Die IT-Abteilungen müssten nachweisen, dass sie mit ihren Projekten kein Geld verschwenden.

Anders als in den USA stehen hierzulande E-Commerce-Projekte stärker auf dem Prüfstand als vor einem Jahr, registriert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Eine Trendwende bei IT-Investitionen stellt der Verband aber nicht fest. "Unsere Mitglieder registrieren weiterhin eine große Nachfrage nach IT-Produkten und -Services", erklärt Pressereferentin Iris Köpke und stellt fest: "Wir haben keinen Hinweis auf Kürzungen in den IT-Budgets."

Das Beratungsunternehmen CSC Ploenzke schätzt die Stimmung in den deutschen IT-Abteilungen ebenfalls als gut ein. "Unserer Erfahrung nach werden die langfristigen, strategisch angelegten Projekte konsequent weitergeführt", beobachtet Finanzvorstand Heiner Diefenbach.

Abb: IT-Ausgaben werden auf Eis gelegt

Die Hälfte der befragten 70 Unternehmen will die IT-Budgets reduzieren. Betroffen sind vor allem Dienstleistungen und Mainframes. (Quelle: Merrill Lynch)