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25.01.2007

IT-Budgets wachsen um 2,8 Prozent

Die Erwartungen der europäischen CIOs sind so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr.

Zwei von fünf europäischen IT-Chefs können im gerade begonnenen Jahr mehr Geld ausgeben als im zu Ende gegangenen. Das legt eine Studie nahe, für die das Investment-Bankhaus Merrill Lynch rund 100 IT-Verantwortliche aus europäischen Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz befragte. Das von den CIOs erwartete Budgetwachstum liegt bei durchschnittlich 2,8 Prozent - laut Merrill Lynch der höchste Wert seit vier Jahren.

Microsoft und IBM profitieren

Vor allem für die Software- und Serviceanbieter dürfte 2007 zumindest in Europa ein gutes Jahr werden, prognostiziert Merrill Lynch. Unter anderen zeigten die CIOs gesteigertes Interesse an Microsoft, was auf einen anstehenden Upgrade-Zyklus in Richtung Vista und Office12 hinweise. Auch im IBM-Umfeld gebe es derzeit Ausschläge nach oben. Sie hingen möglicherweise mit der erwarteten Freigabe neuer DB2-Produkte zusammen, die IBM unter dem Schlagwort SOA (Service-orientierte Architekturen) angekündigt habe.

Wie die Studie ergab, kann der positive Trend durchaus über dieses Jahr hinaus andauern. Die Anzahl der CIOs, die fest an eine fortgesetzte Marktdynamik glauben, nehme ständig zu. Schon jetzt äußerte jeder zweite die Ansicht, dass sich das Marktwachstum in den kommenden 18 Monaten beschleunigen werde; nur zehn Prozent rechneten mit einem erneuten Rückschlag. Investieren wollen die CIOs vor allem in Software für die Themen Sicherheit, Integration und Business Intelligence.

Zudem gab sich die Mehrheit der Befragten überzeugt, dass die Zeit der Dumping-Preise für IT-Services vorüber sei. Im laufenden Jahr erwarteten sie leichte Preiserhöhungen von Seiten der Dienstleister. Rund 85 Prozent der CIOs nehmen eigenen Angaben zufolge bereits Offshore-Services in Anspruch, sie reklamieren aber für sich, dabei sehr selektiv vorzugehen.

Mit mehr Salär können die IT-Angestellten in 38 Prozent der befragten Unternehmen rechnen. Allerdings liegen die durchschnittlichen Gehaltssteigerungen mit 2,3 Prozent um einen Prozentpunkt unter denen des Vorjahres. (qua)