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31.01.2003 - 

World Economic Forum in Davos

IT-CEOs sind wenig optimistisch

MÜNCHEN (CW) - Auf dem World Economic Forum im Schweizer Kurort Davos sind traditionell auch hochrangige Akteure der IT-Branche zahlreich vertreten. Ihr Ausblick für das laufende Jahr fällt wenig optimistisch aus.

Wie jedes Jahr, wenn sich rund 2000 einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zum World Economic Forum zusammenfinden, sind auch einige Chief Executive Officers (CEOs) der größen IT-Anbieter mit von der Partie. Sie nutzen das Treffen unter anderem, um in Hinterzimmergesprächen mit bestehenden und potenziellen Großkunden ihre Marktchancen zu eruieren. Zu ihren eigenen Prognosen befragt, äußerten sich die IT-Bosse dieses Jahr meist sehr verhalten. So gab beispielsweise Cisco-CEO John Chambers zu bedenken, dass selbst kurzfristige Ausblicke mit einer hohen Unsicherheit behaftet seien. Chambers spielt damit auf das leichte Umsatzplus vom vergangenen Frühjahr an, das weithin als der Beginn einer Erholung angesehen worden war.

Schlechte Zeiten für Propheten

Aus gleichem Grund weigerte sich auch Scott McNealy, CEO von Sun Microsystems, das für sein Unternehmen besser als erwartet verlaufene vierte Quartal 2002 als Trend für das aktuelle Geschäftsjahr zu werten: "Die Propheten haben schon bewiesen, wie falsch sie liegen können."

Infineon-Boss Ulrich Schumacher, der 2002 noch davon ausgegangen war, dass 2003 nach der Misere im Vorjahr nicht schlechter laufen könne, gab sich ebenfalls wenig hoffnungsvoll. "Zumindest für 2003 bin ich in Europa nicht sehr optimistisch", so der CEO des Chipherstellers. Damit liegt Schumacher auf der Linie der Branchenriesen. Microsoft-Gründer Bill Gates sieht ebenfalls keine steigende Tendenz, und auch Michael Dells Kommentar fiel ähnlich aus: "Es läuft okay, aber nicht gut", so der CEO von Dell Computer.

HP-Chefin Carleton Fiorina fand zumindest für den mittelfristigen Ausblick positive Aspekte, auch wenn sie derzeit keine Zeichen für eine Erholung der US-Wirtschaft sehe. Wenigstens gebe es derzeit keine Anzeichen für eine weitere Verschlechterung der Lage. Strukturelle Änderungen in den Technologiemärkten würden zwar eine Rückkehr zu Gewinnmargen von 20 bis 40 Prozent nicht erlauben; in einem "normalen" wirtschaftlichen Umfeld könne HP jedoch mit einem jährlichen Wachstum von sieben bis neun Prozent rechnen.

Auf lange Sicht ist auch Suns McNealy nicht bange, da ständig neue Nachfrage entstehe. Der CEO sagte: "Technik hat eine ähnlich kurze Lebenzeit wie Bananen. Sie wird schnell braun und matschig. Wir werden uns weiterentwickeln, denn die Leute brauchen schließlich frische Bananen." (rg)