Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.06.2001 - 

COMPUTERWOCHE und Professor Scholz starten dritte Vergütungsstudie

IT-Gehälter im Test: Wer verdient am besten?

MÜNCHEN (hk) - Die COMPUTERWOCHE startet gemeinsam mit Christian Scholz, Professor an der Universität Saarbrücken, ihre dritte Gehaltsuntersuchung. Einsendeschluss ist der 30. Juli 2001; die Ergebnisse werden auf der Münchner Computermesse Systems am 15. Oktober 2001 vorgestellt. Eingeladen daran teilzunehmen sind alle Computerfachleute, aber auch Unternehmen.

Vor einigen Monaten noch hing der Himmel über dem IT-Arbeitsmarkt voller Geigen. Mitarbeiter erhielten zum Jahresende 2000 fette Boni ausgezahlt, und auch nette Incentives wie Reisen in die Karibik oder Notebooks wurden großzügig verteilt. Kurz danach war auf einmal (fast) alles vorbei. Amerikanische IT-Anbieter veranlassten Einstellungsstopps, die ersten Kündigungen wurden ausgesprochen. Viele Startups mussten Konkurs anmelden.

So eine Entwicklung hat auch Konsequenzen für die Gehälter. In einigen Unternehmen blieben zu Anfang des Jahres die gewohnten Einkommenserhöhungen aus, Kosten senken heißt bei vielen Tochtergesellschaften amerikanischer IT-Hersteller die Devise. In einem Interview mit der CW (CW Nr. 23/2001, Seite 10) gab der scheidende Deutschland-Chef von Sun Helmut Krings zu, dass sie sogar an den Keksen sparen müssen: "Dinge, wie die berühmtem Cookies... wird es nicht mehr geben."

Aber auch die mit hohen Gehältern verwöhnten Startup-Vorstände müssen kleinere Brötchen backen. Saläre von bis zu einer halben Million Mark im Jahr waren keine Seltenheit. Nun sind die Träume vom Börsengang geplatzt, die Produkte ließen sich schlecht verkaufen und von heute auf morgen schlitterten Unternehmen in die Krise, zumal die Venture-Kapitalisten keine Lust mehr hatten, weiter in junge Internet-Startups zu investieren. Solche Szenarien sind mittlerweile an der Tagesordnung.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wird die Frage umso interessanter, wie sich die Einkommen in diesem Jahr entwickeln werden. Zumal es auch andere Signale gibt. Da behaupten einige Arbeitsmarktexperten, dass die Zeit nie günstiger für Gehaltsverhandlungen war wie jetzt und dass Steigerungen von zehn bis 20 Prozent durchaus drin sind. Dazu passen Aussagen, dass Einsteiger mit 85000 bis 90000 Mark rechnen können.

Aber auch die CW-Gehaltsstudien waren immer wieder für Überraschungen gut: Demnach behaupteten sich die Absolventen der Berufsakademien gegenüber den Fachhochschulabgängern und die reinen Informatiker liefen den Wirtschaftsinformatikern den Rang ab, obwohl immer wieder zu hören ist, dass Letztere schon mit dem Chefstab im Tornister herumlaufen.

Die Gehaltsschere klafft auseinanderIm vorigen Jahr baten wir die Teilnehmer, ihre Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Diejenigen, die selbstbewusst von sich sagen, dass sie sehr gut sind, verdienten bis 20000 Mark mehr im Jahr als solche Experten, die sich eher bescheidener einschätzten. Das heißt, wer sich gut verkauft, kann auch mehr verdienen.

Ein weiterer Trend, der auch von anderen Untersuchungen bestätigt wird: die Schere zwischen hohen und niedrigen Gehältern wird immer größer - selbst in der gleichen Berufsgruppe und im gleichen Unternehmen. Sollte sich der Markt konsolidieren, wofür einiges im Moment spricht, werden die Personaler dazu übergehen, den Gehaltwildwuchs zu ordnen. Die Firmenvertreter bestätigen, dass sie die Einstiegsgehälter in diesem Jahr nicht erhöhen wollen und auch nicht mehr bereit sind, für einen Bewerber jede Summe auf den Tisch zu legen. Auch in den Betrieben selbst denken die Verantwortlichen über das Thema Organisation, Strukturen, Gehaltsbandbreiten nach, wofür sie in den letzten Monaten keine Zeit hatten. Die Einstellungen hatten Vorrang.

Keine Überraschung in der Studie war, dass Internet-Spezialisten am meisten mit nach Hause nehmen durften. Hier stellt sich nun die Frage, ob diese Gehälter weiter in die Höhe schnellen oder ob es langsam zu einer Beruhigung kommt. In der "Frage der Woche" bei CW online waren Mitte Juni immerhin 57 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass es mit ihren Gehältern weiter nach oben geht.

Jobinhalte werden wieder wichtigerEinen leichten Bewusstseinswandel dagegen stellt die Münchner Personalberaterin Ursula Klusenberg fest: "Im vorigen Jahr stand für sehr viele Bewerber das Gehalt im Mittelpunkt, alles drehte sich nur um Geld." Mittlerweile habe sich die Einstellung geändert, die Prioritäten der Kandidaten sehen anders aus, Firma und Aufgabe rücken in den Vordergrund.

Mit ihrer Studie verfolgen Scholz und die CW das ehrgeizige Ziel, möglichst genau zu eruieren, welches Technik-Know-how in welchem Maße das Einkommen beeinflusst. Denn in kaum einer anderen Branche spielen vom Markt nachgefragte Kenntnisse eine so große Rolle bei der Gehaltsfindung wie in der IT-Welt. Ohne solide Weiterbildung und ohne die Bereitschaft ständig zu lernen, gerät man schnell ins Abseits. Ziel der Studie soll sein, für mehr Transparenz auf dem Vergütungssektor zu sorgen, damit beide Seiten, Personaler und IT-Mitarbeiter, einander besser verstehen.

Bewerber bevorzugen hohes FixgehaltInteressant wird die Studie sicher auch unter dem Aspekt der Zusatzleistungen. Bewerber möchten, so ist aus Unternehmen zu hören, ein hohes Fixgehalt. Auf das Abenteuer Aktienoptionen wollen sich die wenigsten einlassen, obwohl es gerade jetzt wieder interessant sein könnte, weil ja die Kurse vieler Gesellschaften im Keller sind.

Der Fragebogen ist auf den Seiten 65 und 66 abgedruckt oder auch über das Internet www.gehaltsstudie.de abrufbar. Er richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Unternehmen. Einsendeschluss ist der 30. Juli 2001. Wer als Einzelperson mitmacht, erhält zum Schluss gegen eine Schutzgebühr von 30 Mark eine etwa 15seitige allgemeine Auswertung und mit Hilfe einer Transaktionsnummer die Möglichkeit, seine individuelle Gehaltsberechnung über das Internet abzurufen. Nichtteilnehmer sind mit 100 Mark dabei. Unternehmen, die mitmachen, zahlen einen Beitrag von 300 Mark, für diejenigen, die nicht dabei sind, erhöht sich der Betrag auf 1000 Mark.

DatenschutzAlle datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden eingehalten und die Fragebögen - inklusive der Anschriften - nach Ende der Untersuchung vernichtet. Die Angaben werden ausschließlich in anonymisierter Form ausgewertet. Die Ergebnisse der Studie werden auf der Münchner IT-Messe Systems am 15. Oktober 2001 vorgestellt und außerdem auszugsweise in der COMPUTERWOCHE und auf der Web-Seite www.computerwoche.de und www.youngprofessional.de veröffentlicht. Für inhaltliche Fragen zur Gehaltsstudie steht Maria Scholz unter der E-Mail-Adresse Maria.Scholz@internetbefragung.de zur Verfügung.