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16.02.2001 - 

IT in Versicherungen/Kommentar

IT in der Warteschleife

Vom Stillstand der IT-Pflege kann bei Versicherungen zwar nicht die Rede sein, doch auch nicht von auffallenden Innovationen - einmal abgesehen von Ausnahmen.

Das signalisiert "Business as usual". Der Branche geht es gut, die erste Phase der Liberalisierung des Versicherungsmarktes scheint mit den erhofften Ergebnissen unbeschadet überstanden. Kaum ein Haus, das sich nicht auch im Internet aufgestellt hätte - wenngleich nur wenige mit Mehrwertdiensten auch interaktive Services anbieten (Seite 63 und 78). So täuscht das häufig durchaus innovative Outfit darüber hinweg, dass seit Jahren anstehende Hausaufgaben nur zögerlich gemacht werden: Zur Diskussion steht zum Beispiel die Spartenorganisation und damit die Einführung des gewinnträchtigen Cross-Selling; immer wieder gefordert und auch mit Hilfe von Customer-Relationship-Management auf die Schiene gesetzt, gibt es hier kaum Erfolgsmeldungen. Liegt das an der technisch-organisatorischen Komplexität dieser Projekte, liegt es an der Behäbigkeit der Branche oder gibt es - von Haus zu Haus unterschiedliche - Zielkonflikte, die sich auf die Weiterentwicklung der IT in Richtung E-Commerce auswirken? Dafür spricht sehr vieles.

Besonders die Strategen im Topmanagement der großen Häuser sind gefordert. Wo sind die Prioritäten zu setzen? Welches Marktsegment sollte mit welchen Technik angegangen werden (Seite 76)? Wäre es nicht sinnvoll, beispielsweise das gesamte Asset-Management auszulagern oder ein nur darauf spezialisiertes Unternehmen zu gründen (Seite 86)? Bringen uns eigentlich Privatkunden, für die wir unser Portal zur komfortablen Schnittstelle ausgebaut haben, den großen Gewinn, oder liegt nicht vielmehr im Business-to-Business-Sektor der langfristige Erfolg des Hauses (Seite 64)? Derartige Fragen sind zunächst einmal zu beantworten, bevor die IT so richtig loslegen kann.