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Studie von Korn/Ferry International fördert Frustration zutage

IT-Manager fühlen sich nicht ernstgenommen

03.12.1998
BOSTON (IDG) - Vom Chief Information Officer (CIO) wird mehr und mehr erwartet, daß er sich an der strategischen Unternehmensplanung beteiligt. Aber viele IT-Manager fühlen sich und ihre Abteilung immer noch unterbewertet. So das Ergebnis einer Studie der New Yorker Unternehmensberatung Korn/Ferry International.

Zuwenig Planung und Zielbewußtsein, vom Jahr-2000-Problem aufgefressene Ressourcen sowie mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten machen den IT-Chefs in den USA, in Großbritannien, in Frankreich und in Deutschland zu schaffen. Das fand das Headhunting-Unternehmen Korn/Ferry International heraus, indem es CIOs aus 340 Unternehmen in den genannten Ländern befragte.

Die Ergebnisse bilden einen signifikanten Gegensatz zu einer Studie der Computer Sciences Corp. (CSC). Sie basiert auf den Antworten von 594 IT-Profis, von denen 72 Prozent angaben, ihr Hauptziel sei, die Informationstechnik mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen.

Die Gesamtsicht auf beide Untersuchungen legt den Schluß nahe, daß eine Diskrepanz zwischen der zunehmenden Bedeutung der Informationstechnik und dem Selbstwertgefühl vieler IT-Leiter besteht. Einerseits betonen die Unternehmen, wie wichtig die IT-Abteilung für die Geschäftsstrategien sei. Andererseits werden die CIOs auf die Rolle des technischen Planers festgelegt statt auf die eines Unternehmensstrategen. Das zwingt die IT-Manager, so Korn/Ferry, zu einem "Limbo-Tanz", bei dem sie sich zwischen dem traditionellen Bild des DV-Leiters und den künftigen Anforderungen ihres Berufs hindurchschlängeln müssen. So glaubten denn auch weniger als die Hälfte der CIOs, in die Geschäftsleitung aufsteigen zu können.

Allerdings sind die deutschen IT-Manager wesentlich optimistischer als ihre Kollegen in den USA. Der Studie zufolge haben hierzulande immerhin 41 Prozent der leitenden IT-Mitarbeiter eine Berufung in den Unternehmensvorstand im Auge, während in den USA nur 29 Prozent darauf zu hoffen wagen.

Die amerikanischen IT-Manager leiden offenbar auch am stärksten unter den Beschränkungen durch das Jahr-2000-Problem. 36 Prozent von ihnen klagen darüber, daß ihnen dadurch Kapazitäten für andere wichtige Projekte verlorengingen. Hingegen fielen solche Beschwerden in Deutschland mit sechs Prozent kaum ins Gewicht. Der Grund dafür dürfte jedoch weniger in der besseren Ausstattung mit Ressourcen zu suchen sein als in der Tatsache, daß die US-Unternehmen früher begonnen haben, das Doppelnull-Problem zu lösen.

Den deutschen CIOs bereitet laut Korn/Ferry mehr Verdruß, daß die Informationstechnik in vielen Unternehmen nicht zielgerichtet geplant und eingesetzt wird. Mehr als die Hälfte der IT-Manager sieht darin ihr größtes Erfolgshindernis. 23 Prozent identifizierten den Mangel an spezifisch ausgebildeten Mitarbeitern als ihr Hauptproblem.