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Nur die Sorge um die Systemstabilität hat zugenommen

IT-Manager haben weniger Stress

01.11.2002
MÜNCHEN (qua) - Auf den europäischen IT-Managern lastet in diesem Jahr weniger Druck als im vergangenen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Dienstleisters Synstar International, der hierzulande in Darmstadt ansässig ist.

Zum dritten Mal hat Synstar heuer den "Pressure Point Index" (PPI) ermittelt. In dieser Einheit misst der Serviceanbieter jährlich die Belastung, unter der europäische IT-Chefs leiden. Dazu fragt er die Betroffenen, welchen Druck unterschiedliche Aspekte ihres beruflichen Alltags erzeugen. Die Befragten beurteilen jeden dieser Faktoren mit einem Wert zwischen 1 ("no concern", auf deutsch etwa: "lässt mich kalt") und 3 ("worried", also: "macht mir ernsthafte Sorgen"). Um den PPI zu ermitteln, werden die drei Prozentsätze ausgerechnet, jeweils mit dem Wert selbst multipliziert und schließlich addiert.

Auf den ersten Blick liefert die Studie erstaunliche Ergebnisse: Hinsichtlich fast aller Bereiche ihres Arbeitslebens fühlen sich die Befragten heuer nicht mehr so gestresst wie noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum Herbst 2001 hat sich der Studie zufolge einiges zum Besseren gewendet: Die Endanwender stellen nicht mehr so viele unerfüllbare Ansprüche (der PPI sank von 216 auf 180), nachgelassen hat auch der Innovationsdruck des vergangenen Jahres (von 239 auf 205), die Bedeutung des IT-Bereichs im Unternehmen hingegen hat zugenommen, Arbeit und Freizeit lassen sich besser unter einen Hut bringen etc.

Klaus-Heinrich Meyer, Mitglied der deutschen Synstar-Geschäftsleitung, begründet den gesunkenen Stresspegel unter anderem mit der geringeren Anzahl parallel laufender Projekte. Hier beruft er sich auch auf das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner, das 2002 als ein "Gap Year" identifiziert hat. Laut Interpretation von Synstar sind die ständigen Forderungen nach immer mehr, besserer und schnellerer IT-Leistung leiser geworden, und die IT-Manager nutzen diese Pause zum Luftholen.

Nur in einem Punkt fühlen sich die Chefinformatiker offenbar weniger wohl in ihrer Haut als vor zwölf Monaten: Die Stabilität der Systeme, im vergangenen Jahr mit einem PPI von 151 eigentlich kaum ein Thema, zählt heuer zu den Sorgenkindern der IT-Verantwortlichen (PPI = 195). Synstar interpretiert dieses Ergebnis dergestalt, dass die reduzierten Budgets vor allem in Projekte mit nachweisbarem Return on Investment investiert würden. Darunter habe die "Sicherstellung der Systemzuverlässigkeit" zu leiden.

In diesem Jahr erstmals abgefragt wurde der Aspekt "Ensuring IT Strategy", auf Deutsch: "die IT-Strategie sicherstellen". Ein PPI von 206 legt nahe, dass die Befragten darin durchaus einen kritischen Punkt sehen.

Vorgenommen wurde die Befragung von dem britischen Synstar-Partner Citigate Technology. Die Auswertung basiert auf den Antworten von IT-Chefs aus 700 Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern aus den Branchen Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Telekommunikation und öffentliche Verwaltung. Etwa ein Fünftel der Betriebe hat seinen Sitz in Deutschland.

Abb: Atempause für Europas IT-Chefs

Im Vergleich zum Herbst vergangenen Jahres ist der Stresspegel der europäischen IT-Manager in den meisten Bereichen ihres Arbeitsalltags gesunken. Quelle: Synstar