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12.03.1993 - 

Erste Ausgabe des "European IT-Observatory"

IT-Markt in Europa soll 1993 um insgesamt vier Prozent wachsen

Die auf Initiative der EG-Kommission, des Verbandes Eurobit und der Veranstalter der grossen europaeischen DV-Messen durchgefuehrte Untersuchung ueber den europaeischen IT- und Kommunikations-Markt wurde kuerzlich in Bruessel vorgestellt.

Dem von der International Data Corp. (IDC) zusammengetragenen Zahlenwerk zufolge wies der westeuropaeische Markt fuer Informations- und Kommunikations-Technik (ICT) 1992 ein Volumen von 438,7 Milliarden Mark auf. Daran hatte DV-Equipment - also Bueromaschinen, Rechner, Software und Services, Hardwarewartung sowie

-support - mit 249,6 Milliarden Mark einen Anteil von 57 Prozent. Die restlichen 198 Milliarden Mark entfielen auf Telekommunikations-Einrichtungen und -Service.

Damit betrug der europaeische Anteil am weltweiten IT-Markt, der 1992 eine Groesse von 684,4 Milliarden Mark erreichte, 36 Prozent. Der groesste Einzelmarkt ist der Studie zufolge Deutschland mit 23 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 17 und England mit elf Prozent Marktanteil.

Das Wachstum des vergangenen Jahres ist in erster Linie auf den Software- und Serviceabsatz zurueckzufuehren, der um elf auf 37,5 Milliarden Mark beziehungsweise um knapp neun Prozent auf 64,6 Milliarden Mark zunahm. Die insgesamt nur geringe Steigerung von drei Prozent sei auf den Rueckgang des Hardwaremarktes um 2,3 Prozent auf 91,6 Milliarden Mark zurueckzufuehren. Auch fuer 1993 setzen die Autoren der Studie mit vier Prozent nur ein moderates Wachstum an. Dabei soll der Absatz von Hardware um 1,5, von Software um 9,2 und von Services um 7,4 Prozent steigen.

Osteuropa als Herausforderung

"Die Rezession hat die Effekte der Restrukturierung in der IT- Branche verstaerkt", erklaerte Bruno Lamborghini, Praesident der Eurobit und Vice-President von Olivetti. Trotz dieser Schwierigkeiten nehme die Computerbenutzung in "nicht allzu ferner Zukunft" erheblich zu.

Noch wuerden die heutigen Veraenderungen jedoch Probleme bereiten. Das Produktionsniveau bei Hardware, Software und Services halte mit dem Bedarf nicht Schritt. "Europa ist mit 36 Prozent zwar der groesste Kaeufermarkt, aber der Anteil an der weltweiten Produktion ist auf 27 Prozent gefallen. Nur 76 Prozent der europaeischen Nachfrage koennen von heimischen IT-Anbietern befriedigt werden. Die hiesige Hardwareproduktion deckt die Nachfrage sogar nur zu 67 Prozent", bedauerte Lamborghini.

Bei Software und Service dagegen scheinen Nachfrage und Produktion fast ausgeglichen. Aus der Tatsache, dass der Anteil an weicher Ware 1992 auf mehr als 56 Prozent gestiegen ist, leiten die Autoren die Hoffnung auf ein kuenftig groesseres Stueck vom Weltmarkt-Kuchen ab.

Fuer 1993 erwarten die Auguren eine weniger rezessive Entwicklung als 1992. Daher wird fuer 1994 mit einem Plus von knapp sieben Prozent gerechnet. Die mittel- und langfristigen Aussichten seien ermutigend, weil sowohl in West- als auch in Osteuropa grosses Wachstumspotential vermutet wird. Vor allem der osteuropaeische Markt weise noch einen niedrigen Durchdringungsgrad mit IT-Produkten auf. Daher boeten diese Laender trotz ihres chronischen Devisenmangels eine einzigartige Herausforderung.