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13.06.1997 - 

VDMAZVEI kritisiert Krypto-Politik

IT-Markt unbeeindruckt von schwacher Konjunktur

Der deutsche IT-Markt hat, wie der Verbandsvorsitzende Jörg Menno Harms in Berlin erläuterte, 1996 nach einem Wachstum von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein Volumen von 80,5 Milliarden Mark erreicht.

Damit habe die IT-Branche, so Harms, angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds in Deutschland erneut ihre Ausnahmestellung bewiesen - ein Trend, der auch im laufenden Jahr anhalten dürfte. Vor allem aufgrund einer dynamischen Entwicklung im Servicebereich rechnet der VDMA/ZVEI 1997 mit einem Zuwachs von sechs Prozent auf 85,6 Milliarden Mark. 1998 wird eine Steigerung des Marktvolumens um etwa sieben Prozent auf 92 Milliarden Mark erwartet.

Das 1996er Wachstum wurde, wie es in Berlin hieß, unter anderem von einer 7,5prozentigen Zunahme des Softwaremarktes getragen. In diesem Bereich geht der Verband für das laufende Jahr von einer Steigerung auf ein Volumen von knapp 20 Milliarden Mark aus. 1998 dürfte ein Sprung um acht Prozent auf 21,4 Milliarden Mark erreicht werden.

Zu einem echten Wachstumsmotor entwickeln sich laut Harms die IT-Services. Wartungsdienste ausgenommen könne man hier auf absehbare Zeit zweistellige Zuwächse erwarten. Angebote wie Rechenzentrums- oder Netzwerkdienste machten mit einem Volumen von 17 Milliarden Mark schon heute ein Fünftel des gesamten IT-Marktes aus.

Das Hardwaregeschäft als drittes Segment des IT-Marktes verläuft laut VDMA/ZVEI zur Zeit sehr lebhaft. Allerdings sei dieser Bereich mehr denn je von technologischen Neuerungen abhängig, weshalb sich Absatz und Umsatz zum Teil gegenläufig entwickelten. So würden zwar 1997 in Deutschland bei Mainframes pro Jahr etwa 80 Prozent mehr Rechenleistung verkauft, dennoch dürfte dieser Markt zwischen 1995 und 1998 rund 30 Prozent seines Volumens einbüßen. 1996 legte der deutsche Hardwaremarkt dennoch um 4,4 Prozent auf 34 Milliarden Mark zu.

Hart ging Harms mit dem von Bundesinnenminister Manfred Kanther geplanten Krypto-Gesetz ins Gericht. Die Verhinderung einer Datenverschlüsselung sei in jeder Hinsicht kontraproduktiv und werde dem Standort Deutschland lukrative Zukunftsmärkte verschließen, zürnte der Verbandschef in Richtung Bonn. Der von Kanther vorgelegte Gesetzentwurf sei nichts als der kostspielige Versuch, in Netzen wie dem Internet "zu kontrollieren, was faktisch nicht kontrollierbar ist". Dies lehne sein Verband entschieden ab.