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22.12.2000 - 

Kolumne

IT- oder doch eher Management-Problem?

Christoph Witte, Chefredakteur CW

Wuuusch!!! und schon wieder ein Jahr vorbei. Kaum schreibt man die Jahreszahl richtig, dräut schon die nächste. Wer zwischen den Feiertagen etwas Zeit hat, dem sei deshalb unser Rückblick ab Seite 41 empfohlen. Dort ist beispielsweise nachzulesen, weshalb die meisten IT-Systeme der Datumsumstellung standhielten, wieso Microsoft seinen Monopolprozess erstinstanzlich verlor oder wann das Dotcom-Sterben einsetzte.

Eine der wichtigsten Entwicklungen dieses Jahres lässt sich dagegen nicht an einem einzelnen Ereignis festmachen. Dass sich die Rolle der IT und damit des IT-Managers und CIO in Unternehmen verändern würde, konnten besonders Weitsichtige schon mit der Kommerzialisierung des Internet sowie dem Aufkommen von Front-Office-Software wie Costumer-Relationship-Management-, Supply-Chain-Management- oder Business-Intelligence-Systemen in Ansätzen erkennen. Klar war schon damals: Je mehr die IT die Schnittstellen zum Kunden beeinflusst - zum Beispiel über das Design eines Einkaufsportals -, desto intensiver würden sich Geschäftsführer, Vorstände und Linien-Manager damit auseinander setzen müssen. Dass diese Aufmerksamkeit aber verschiedenen Marktforschern wie Gartner und IDC zufolge zur Demontage des IT-Managers klassischer Prägung führen kann, hat keiner vorausgesehen.

Allerdings ist diese Entwicklung auch nicht unausweichlich. Nur dürfte klar sein, dass die IT sich in Zeiten von E-Commerce und E-Procurement anders aufstellen muss. Künftig gilt es viel stärker zu beraten und zu managen als wie bisher zu implementieren und zu pflegen. Um aber als interner Consultant und Projekt-Manager zu funktionieren, braucht die IT dringend das Vertrauen des Topmanagements. Die entsprechenden Ressourcen, die Mitarbeiter und nicht zuletzt klare Vorstellungen über die Geschäftsausrichtung müssen her - nur dann klappt''s mit der DV. Wo sich allerdings das Management nur in Schuldzuweisungen ergeht, wie selbstverständlich mit immer funktionierenden Systemen rechnet und kein Bewusstsein von der Komplexität der Materie entwickelt, muss eher von einer Management-Krise gesprochen werden als von einem IT-Problem.

Kommentare zu diesem Kommentar bitte an cwitte@computerwoche.de