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06.10.1995

It's a Zoni, not a Sony Lasertechnik aus Thueringen revolutioniert Display-Technik

MUENCHEN (CW) - Die Firma Laser Display Technologie setzt bei der Entwicklung zukuenftiger (TV-)Displays nicht wie fast alle anderen Hersteller auf Fluessigkristalle, sondern benutzt dafuer die Lasertechnik.

It's not a Sony, die zukuenftige Technik fuer Displays. Sie stammt auch nicht aus fernoestlichen Entwicklungslabors, sondern aus dem thueringischen Gera. Die Laser Display Technologie, die die Schneider Rundfunkwerke AG zusammen mit der Daimler-Tochter Temic gegruendet hat, zeigte auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin einen Prototyp ihrer Entwicklung.

Die Darstellung von TV- und DV-Bildern erfolgt dabei durch Laserstrahlen in den Farben Rot, Gruen und Blau. Die Wellenlaenge der Strahlen reicht von 630 Nanometer (rot) bis 450 Nanometer (blau).

Ueber ein Spiegelsystem werden die drei Einzelstrahlen zu einem Strahl gebuendelt und ueber eine Glasfaser dem Ablenksystem zugefuehrt. Die horizontale Ablenkung erfolgt mittels eines Polygonscanners mit einer maximalen Drehfrequenz von 1000 Hertz, das entspricht 6000 Umdrehungen pro Minute. Ein Galvanometerspiegel mit 50 oder 100 Hertz sorgt fuer die vertikale Ablenkung.

Der abgelenkte Laserstrahl wird in eine Zoomoptik weitergeleitet, ueber die sich die gewuenschte Bildgroesse auf der Bildwand einstellen laesst. Bei HDTV ergibt sich eine maximale Bilddiagonale von fuenf Metern, bei Anzeigen-Displays von zwei Metern. Die variable Bildgroesse laesst sich stufenlos regeln.

Eingehende Signale werden zuerst analog-digital gewandelt und in einen digitalen Bildspeicher eingelesen. Im Gegensatz zur herkoemmlichen Fluessigkristall-Technik, wo ein Bild auf den Bildschirm projiziert wird, zeichnet der Laser es mit Informationen aus seinem Speicher.

Die Vorteile der neuen Technik sind vielfaeltig. So spielt es keine Rolle, aus welcher Quelle die Eingangssignale stammen. Eine programmierbare Schnittstelle erlaubt den Anschluss auch an Grossformat-CAD. Die Bildfrequenz reicht von 50 bis 100 Hertz.

Auch aus ergonomisch-oekologischer Sicht ergeben sich Vorteile. So treten keine gefaehrlichen Strahlenbelastungen durch Roentgenstrahlung auf. Bei der Entsorgung von Altgeraeten fallen keine giftigen Stoffe wie Bildschirmphosphore an, und, so der Hersteller, die Materialausnutzung und der zukuenftig zu erwartende Wirkungsgrad sind erheblich besser als bei herkoemmlicher Technik.

Schon im kommenden Jahr wollen die Manager aus Gera eine Loesung fuer professionelle Anwender anbieten. Folgen sollen Geraete fuer Fernseher und PCs. Die Preise fuer Profi-Systeme duerften bei 2000 Dollar starten, Consumer-Modelle sollen rund 600 Dollar kosten.