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17.03.2005

IT-Services entwickeln sich zum Massenprodukt

Wegen des anhaltenden Kostendrucks zeichnet sich in der IT-Dienstleistungsbranche ein Trend zur Industrialisierung ab.

Dem US-amerikanischen Marktforschungsinstitut Gartner zufolge sind die IT-Dienstleister gezwungen, immer mehr und immer hochwertigere Services zu offerieren. Zugleich drückt der wachsende Wettbewerb die Preise. Aus diesem Dilemma führt nach Ansicht der Experten nur ein Weg: Ähnlich wie in der Automobilindustrie müssten die Anbieter ihre Dienste als Produkte begreifen, die sich bis zu einem bestimmten Grad "vormontieren" lassen. "Der IT-Servicemarkt entwickelt sich vom Kunsthandwerk zur Massenfertigung", fasst Peter Dück, Vice President Solution Development Sourcing bei Gartner, zusammen.

Nicht nur die Kunden, auch die Dienstleister selbst seien dabei, ihre Fertigungstiefe zu reduzieren und Teile ihres Angebots extern zuzukaufen. Dazu gehöre auch, Arbeiten in Regionen zu verlagern, in den sie nach einer Vollkostenrechnung am günstigsten und am besten verfügbar sind. Damit setze sich das alte Paradigma der klassischen Industrien, mit weniger Einsatz mehr Output zu schaffen, nun auch in der IT durch. "IT ist zwar unverzichtbar, aber auf lange Sicht unbedeutend und ein Commodity-Instrument", so Dück.

Insgesamt befinde sich der IT-Servicemarkt aber im Aufwind: "Das Tal der Tränen ist nach den schwachen vergangenen Jahren durchschritten", ist der Experte überzeugt. Allerdings müssten die Anbieter ihre traditionellen Geschäftsmodelle nachhaltig verändern: "Es reicht nicht mehr, wenn ein Berater nur Beratung, ein Systemintegrator nur SI-Projekte oder ein Outsourcer nur Outsourcing anbietet." Dies zwinge die Kunden dazu, einzelne Komponenten zu erwerben und zu integrieren, wozu die kostengeplagten Unternehmen jedoch immer weniger bereit seien. Sie verlangten stattdessen Komplettlösungen, die ihnen helfen, Geschäftsprobleme zu lösen.

Da diesen Erwartungen längst nicht alle Dienstleister gerecht werden können, gehen die Analysten von Gartner mit einer Polarisierung des Marktes aus: Auf der einen Seite werden die großen Full-Service-Provider stehen, auf der anderen spezialisierte Nischenanbieter. Dabei zeichne sich schon jetzt eine Konvergenz von IT-Beratungs- und Outsourcing-Diensten ab. Als Beispiele nennt Dück die Übernahme des IT-Beraters Pricewaterhouse-Coopers durch IBM oder die Erweiterung des Serviceangebots von Accenture um Outsourcing-Leistungen. (wh)