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29.09.2000 - 

Breitbanddienste für Hanseaten geplant

Italienische E-Biscom kauft Stadtnetzbetreiber Hansenet

MÜNCHEN (CW) - Das italienische Telekommunikationsunternehmen E-Biscom aus Mailand hat 80 Prozent des zur Hamburger Electricitätswerke AG gehörenden Stadtnetzbetreibers Hansenet übernommen. Vor allem wollen die Italiener Privathaushalte in der Hansestadt mit Glasfaseranschlüssen für Sprache, Daten und Video versorgen.

Den Kaufpreis von 580 Millionen Mark begleichen die Italiener größtenteils in bar. 100 Millionen Mark davon sind Schulden der Hansenet, die der Käufer übernehmen muss. E-Biscom will das Glasfasernetz von Hansenet für Dienste wie die Übertragung von Sprache, Daten und Video nutzen. Vor allem das Privatkundengeschäft möchten die Mailänder ausbauen. Ziel ist die Anbindung aller Hamburger Haushalte an das Hochgeschwindigkeitsnetz, allerdings lässt die Firma offen, bis wann dies geschehen sein soll. Hansenet betreibt heute in Hamburg ein 570 Kilometer langes Glasfasernetz, wovon dem Unternehmen 330 Kilometer gehören. Die Endkunden werden zunächst über das Kupferkabel mittels Digital Subscriber Line (DSL) angebunden. Das TK-Unternehmen betreut zur Zeit 2900 Geschäfts- und 8300 Privatkunden. In der ersten Hälfe des laufenden Fiskaljahres setzte das Hamburger Unternehmen rund 31 Millionen Mark um, was einer Steigerung von 120 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Weitere Übernahmen dürften folgenDie vor genau einem Jahr gegründete Firma E-Biscom baut ein Glasfasernetz in Mailand, um dort ähnliche Dienste anzubieten, wie sie es in Hamburg plant. Gleichzeitig betätigt sich das Unternehmen als Internet-Service-Provider und offeriert über sein Tochterunternehmen Fastweb breitbandige Internet-Dienste für Firmen- und Privatkunden in Italien.

Bei Hamburg wird es E-Biscom wohl nicht belassen. Da für die Firma die landesweite Expansion in Italien bereits beschlossene Sache ist, dürfte der Einstieg bei Hansenet nicht der letzte Deal hierzulande sein. Über konkrete Pläne äußerte sich die Mailänder Startup-Company jedoch nicht. In Italien kooperiert E-Biscom mit dem Energieversorger Amga aus Genua. Gemeinsam wollen sie Internet-Dienste in verschiedenen Städten anbieten. Darüber hinaus zeigen die Italiener Interesse an anderen europäischen Märkten.

Noch steht nicht fest, wer die Inhalte für die Breitbanddienste liefern wird. Wie eine Firmensprecherin mitteilte, wären Allianzen mit Content-Lieferanten denkbar, möglicherweise wird das Unternehmen jedoch auch eigenen Content produzieren und über seine Netze verbreiten.