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21.11.1986 - 

Beteiligungen von Großkonzernen nehmen weiterhin zu:

Italiens SW-Sektor zeigt Aufwärtstrend

MAILAND (vwd) - Italiens Softwareindustrie wird im laufenden Jahr einen Absatz von voraussichtlich 5000 Milliarden Lire erzielen dies bedeutet gegenüber 1985 eine Zunahme um rund 30 Prozent. Bis zum Jahr 1990 wird mit weiteren jährlichen Zuwachsraten in Höhe von 30 Prozent gerechnet.

Wie anläßlich der Generalversammlung des Fachverbands Associazione nazionale delle aziende di servizi di informatica e telematica (Anasin) verlautete, soll der Anteil der Softwareindustrie am gesamten Informatikumsatz von 33,7 Prozent im Jahr 1985 auf 52,8 Prozent 1990 ansteigen. Die Anasin hat auch den Antrag gestellt, Mitglied des Unternehmerdachverbandes Confindustria zu werden.

Italiens Softwareindustrie ist gegenwärtig durch einen Trend zur Spezialisierung und Konzentration charakterisiert. Insgesamt bestehen rund 3000 Unternehmen, worunter die zehn größten Anbieter - Finstel, Enidata, Data Management, IBM-Ins ,Creved, Syntax-Olivetti, Datamont, Geis, Sicit, Sopin - 1985 mit 731 Milliarden Lire einen Umsatzanteil von rund 20 Prozent bestritten. Marktführer sind Finstel mit einem Umsatzanteil von 330 Milliarden Lire und die Enidata mit 131 Milliarden Lire (1985). Italiens größtes Informatikunternehmen, die Ing. Olivetti & C SpA, Ivrea, plant in nächster Zukunft eine Beteiligung an mehreren kleinen Softwareunternehmen. Wie von Konzernseite bestätigt wurde, ist eine Zusammenarbeit mit der Pirelli Informatica bei der Entwicklung von Basis-Software für Hitachi-Rechner geplant. Olivetti kontrolliert gegenwärtig 15 Softwarefirmen mit einem Umsatz von über 200 Milliarden Lire. Syntax soll innerhalb der kommenden Monate an der Mailänder Börse notiert werden.

Auch die Fiat SpA plant eine Erweiterung ihres Softwarebereichs. Wie von der Konzernmutter in Turin bestätigt wurde, soll noch im laufenden Jahr die Beteiligung an fünf Softwareunternehmen in Turin und an einem in Mailand vertraglich festgelegt werden. Vorgesehen ist zunächst eine Beteiligung von zirka 40 Prozent, die dann stufenweise ausgebaut werden soll. Die Gespräche hinsichtlich der Gründung eines Jointventure mit der IBM-Gruppe und der staatlichen Telefongesellschaft SIP stehen, wie aus Turin bestätigt wurde, kurz vor dem Abschluß. Die neue Softwaregesellschaft soll im Bereich der industriellen Logistik arbeiten.

Auch die staatliche Informatikgesellschaft Seat (Gruppe IRI) hat neue Beteiligungen im Softwarebereich angekündigt. Wie anläßlich der Generalversammlung des Fachverbandes verlautete, sei auch eine Aufhebung des staatlichen Monopols bei Terminals und Modems für die Telefonübertragung geplant, das gegenwärtig unter der Kontrolle der staatlichen Telefongesellschaft SIP steht.

Italiens Softwareindustrie soll bis zum Jahr 1990 einen Umsatz von 13000 Milliarden Lire erreichen und die Beschäftigtenzahl von gegenwärtig 40000 Arbeitnehmern weiter ausbauen. Branchenkenner sehen in der gegenwärtig im Parlament diskutierten Gesetzesnovelle 696 einen wichtigen Impuls für zukünftige Investitionen im Softwarebereich. Das bis zum Jahr 1984 in Kraft befindliche Gesetz 969 sah Investitionszuschüsse bis zu 25 Prozent an mittlere und kleinere Unternehmen für Erneuerungsinvestitionen vor. Das Gesetz soll künftig auch für Investitionen im Softwarebereich angewandt werden.