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27.10.2000 - 

Gesamterlös beträgt knapp 24 Milliarden Mark

Italiens UMTS-Auktion endet wesentlich früher als erwartet

PARIS (IDG) - Lange Gesichter, aber auch Freudentränen in Italien: Nach dem Ausstieg des Bieters Blu endete die UMTS-Auktion nach nur zwei Tagen. Die fünf begehrten Lizenzen kosteten jeweils nur etwa 4,7 Milliarden Mark. British Telecom, über Blu ebenfalls mit von der Partie, ging nach dessen Ausstieg allerdings leer aus.

Fünf Lizenzen für den Mobilfunk der Zukunft standen zur Verteilung an, und sechs Kandidaten hatten sich beworben. Doch das muntere Bieten fand nach nur zwei Tagen ein jähes Ende. Das Mobilfunk-Konsortium Blutel - kurz Blu - hatte sich zum Ausstieg entschieden. Anscheinend konnten sich die hinter Blu stehenden Unternehmen Autostrade (32 Prozent), British Telecom (BT, 20), Distacom (9), Benetton (9), Mediaset (9), ENI (7), BNL (7), and Caltagirone Group (7) nicht recht einigen.

Die italienischen Parteien hatten von BT verlangt, seine Beteiligung auf 31 Prozent zu erhöhen. Der durch die UMTS-Auktionen in seiner Heimat und Deutschland finanziell ohnehin arg gebeutelte Carrier habe diese zusätzliche Belastung nicht auf sich nehmen wollen.

Uneinigkeit bei Blu schuld am AusstiegEigenen Angaben zufolge war BT zwar "bereit, die Beteiligung zu erhöhen und mehr Risiko von Blu zu tragen", aber nicht in der Höhe, wie es die Partner erwarteten. Bei einem kurzfristig anberaumten Treffen der Aktionäre fiel daher die Entscheidung, sich aus der Auktion zurückzuziehen.

Da sich nun nur noch fünf Bieter um fünf Lizenzen bewarben, war die Auktion damit zu Ende. Für umgerechnet etwa 4,7 Milliarden Mark erhielten Telecom Italia Mobile, Omnitel-Pronto Italia (Vodafone), Wind (France Télécom) sowie die zwei Neueinsteiger Ipse (Telefónica/Sonera) und Andala (Tiscali/Hutchison) den Zuschlag.

Für BT bedeutet das Ergebnis eine herbe Enttäuschung. Das Unternehmen bedauerte den Rückzug von Blu, der es die Beteiligung an dem lukrativen italienischen UMTS-Markt kostet. Das Nachsehen hat aber auch der italienische Staat. Nach Angaben des Telekommunikations-Ministeriums beläuft sich der Erlös auf 23,55 Milliarden Mark, Experten rechneten im Vorfeld mit Einnahmen zwischen 33 und 44 Milliarden Mark.