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13.11.1974

ITEL-SUPER 36050 simuliert IBM 370 DOSVS

Was macht eine Leasing-Gesellschaft, die auf einer Menge 360-Anlagen sitzt und sie an den Mann bringen will? Der Kunstgriff: Software plus vergrößerter Realspeicher.

Die ITEL hat DOS/VS von IBM so verändert, daß es auf einer 360/50 gefahren werden kann.

Die Hardware d er sogenannten Super 360 ist altbekannt: Ein Halbleiterspeicher, kompatible 3330-Platten und 3420-Bänder. Aber das Besondere liegt darin, so ITEL, daß neue Befehle für die 360 entwickelt wurden. Damit kann der Benutzer der Super 360 sein System so programmieren, als wäre es eine 370 mit virtuellem Speicher.

Die "überholte" Software bietet mehr Flexibilität als das konventionelle DOS, und bereits durchgeführte Benchmarktests zeigen schnellere Durchsatzraten als beim unveränderten DOS/VS. So betrugen, entsprechend den Aussagen von ITEL, die Assembler-Testlaufzeiten bei der Super 360 3,32 Minuten und beim 370/145-System 4,38 Minuten. Der zusätzliche Vorteil liegt darin, daß jedes Anwendungsprogramm, das 370-Befehle enthält, jetzt auf der Super 360/50 gefahren werden kann. ITEL konfiguriert das System mit doppelter Hauptspeicherkapazität. die den Benutzer einer 370/135 brauchen würde, und emuliert dann den virtuellem Speicher in den größeren Hauptspeicher.

Für die meisten Benutzer virtueller Systeme bietet ITEL als praktische Konfiguration eine CPU mit 256 K und 256 K virtuellem Speicher an. Ein darüber hinaus gehendes Verhältnis re<~ler zu virtuellem Speicher kann nach ITEL die relative Leistungsfähigkeit der Anlage vermindern.

512 K einer ITEL 360/50 sollen die Leistung einer 256 K 370X135 bringen und darüber hinaus eine 20 % höhere Durchsatzrate.

Entsprechend den Aussagen von ITEL-Deutschland wird zur Zeit entschieden, ob in der BRD die Super 360 eingeführt wird.

In den USA kostet die 512 K Super 360 monatlich ca.

4000 Dollar, im Leasing-Vertrag weniger als eine 135 wobei die Anlage nach drei Jahren in das Eigentum des Benutzers übergeht. Der Preis für eine 360/50-512-K-Anlage mit vier 100-Mio.-Platten und vier 3420-hompatiblen Bändern beträgt monatlich 17 500 Dollar.

Reicht die obengenannte Kapazität nicht aus, so können die Benutzer zwei 512 K 360/50 mieten, mit einem Mehrkostenbetrag von 1600 Dollar pro Monat gegenüber einer 370/145, wobei jedoch jede einzelne Anlage eine Leistung von 65 % der 370/145 bringt.

Neben der Mehrleistung von 30 % hält die Leasing-Gesellschaft den Sicherheitsfaktor für wesentlich, den die Arbeit mit zwei Anlagen bietet.

Den Anschluß von 100-Mio.-Platteneinheiten an die 360/50 ermöglicht ITEL durch eine verminderte Umdrehungsgeschwindigkeit des Plattenstapels, wodurch die Übertragungsrate von 806 K Bytes auf 625 K Bytes reduziert wird. ps