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29.11.2002 - 

Operatives Ergebnis wieder positiv

Itelligence fängt sich

MÜNCHEN (CW) - Der in Frankfurt am Main ansässige IT-Dienstleister Itelligence hat im dritten Quartal 2002 den Trend der ersten Jahreshälfte fortgesetzt: Der Umsatz stabilisierte sich, das Ergebnis konnte gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich zulegen.

So ganz begeistert klingt Itelligence-Chef Herbert Vogel noch nicht: "Wichtig ist, dass das Ergebnis in die richtige Richtung weist", kommentiert er die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres. Dieser Meinung schließen sich auch die Analysten an. Auch wenn die Bilanz nach wie vor eine Schwachstelle des Unternehmens sei, schreibt "Independent Research", sehe man "insgesamt eine Stabilisierungstendenz im operativen Geschäft". Itelligence verbesserte den operativen Gewinn (Ebit) auf 1,2 Millionen Euro. Noch im vergangenen Jahr schockierte der SAP-Dienstleister mit einem operativen Verlust von 6,3 Millionen Euro für die ersten drei Quartale, für das gesamte Geschäftsjahr 2001 sank es auf minus 7,9 Millionen Euro.

Dass das aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Schmidt Vogel Consulting und der Hamburger Apcon hervorgegangene Unternehmen dennoch mit einem Nettodefizit von 6,6 Millionen Euro abschließt, ist zurückzuführen auf Sonderbelastungen insbesondere einer nicht zahlungswirksamen Wertkorrektur auf Finanzanlagen in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Ob damit das Ende solcher Einbußen erreicht ist, lässt sich nach Meinung von Norbert Kretlow, Analyst bei Independent Research, allerdings noch nicht sagen: "Aus den in der Bilanz aufgeführten immateriellen Vermögensgegenständen von knapp 17 Millionen Euro sind sicherlich noch weitere Abschreibungen folgen". Die Gefahr dafür sei jedoch deutlich reduziert. Grundsätzlich lobt er jedoch den Geschäftsverlauf von Itelligence, vor allem die Rückbesinnung auf die Beratung im SAP-Umfeld.

Mit 128,2 Millionen lag der Neun-Monats-Umsatz nur wenig unter dem Vorjahresniveau von 129,3 Millionen Euro. Gelitten hat vor allem das Beratungsgeschäft, wo der Umsatz im Jahresvergleich von rund 103 Millionen auf knapp 94 Millionen sank. Dank steigender Einnahmen im Lizenzgeschäft (plus drei Millionen Euro) sowie im Bereich Outsourcing (knapp fünf Millionen Euro) konnte dieser Ausfall jedoch aufgefangen werden.

Mitarbeiter sind ausgelastet

59,3 Millionen Euro oder 46 Prozent der Gesamteinnahmen stammen aus dem Auslandsgeschäft. Damit schrumpfte zwar der Auslandsanteil, doch immerhin konnten die Restrukturierungen der Niederlassungen in den USA und Spanien abgeschlossen werden. Die Probleme in den Vereinigten Staaten waren laut CEO Vogel entstanden, zum einen weil noch 2001 Projekte mit niedrigen Tagessätzen abgeschlossen waren, die bis in das laufende Geschäftsjahr reichten, und zum anderen durch eine zu geringe Auslastung der Mitarbeiter. Letzteres galt auch für Spanien. Mit der Auslastung seiner Beschäftigten im In- und Ausland ist Vogel mittlerweile zufrieden, außerhalb Deutschlands entwickelte sich im laufenden Jahr nur das Geschäft in Italien nicht nach Wunsch.

Von der Anfang des Jahres ausgegebenen Parole, den Umsatz um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern zu wollen, hatte Itelligence bereits im zweiten Quartal Abstand genommen. Das Unternehmen peilt für das Geschäftsjahr 2002 Einnahmen auf dem Niveau von 2001, also rund 189 Millionen Euro, an. An dem Ziel eines positiven Betriebsergebnisses will Itelligence-Chef Vogel jedoch nicht rütteln, er rechnet mit einer Ebitda-Marge von fünf Prozent. (rs)