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10.08.1984

ITT stellt das Geschäft vor die Cocom-Regelungen USA stellen Österreich Persilschein aus

WASHNGTON (cw) - Das amerikanische Außen- und Handelsministerium hat sich jetzt offiziell bei der österreichischen Regierung wegen eines umstrittenen Artikels im "Wall Street Journal" entschuldigt. Die Wirtschaftszeitung hatte Wien illegalen Technologietransfer in den Osten vorgeworfen.

Im US-Außenministerium hieß es, man distanziere sich von dem Artikel, der sich mit der offiziellen Haltung Amerikas gegenüber Österreich nicht decke. Ferdinant Lacina, Staatssekretär im Wiener Bundeskanzleramt, beauftragte nach Erscheinen des Berichts den Botschafter Erwin Lanc in Washington, Protest einzulegen.

Ähnliche Vorwürfe waren vor einigen Monaten nach österreichischer Darstellung in offiziellen Gesprächen zwischen Wien und Washington bereinigt worden. In "Wall Street Journal" heißt es, Washington sei der Ansicht, daß Österreich im Gegensatz zu anderen neutralen Ländern wie Schweden und Schweiz "sehr wenig unternimmt, um illegalen Technologietransfer in die Sowjetunion zu unterbinden.

Lacina erklärte, es verstehe sich von selbst, daß Österreich mit US-Firmen und Behörden zusammenarbeite und sich an eingegangenen Verpflichtungen auf dem Gebiet des Technologietransfers halte.

Daß auch miteinander konkurrierende Firmen die Bestimmungen des Technologietransfers geschickt für sich nützten, heißt es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erlebten die Österreicher just bei den Verhandlungen um einen Großauftrag. Für die Modernisierung des Telefonsystems eines Ostblockstaates hätte Österreich Chips verwenden müssen, die auf der Cocom-Liste stehen. Als man an der Donau noch über eine Lösung nachsann, trat plötzlich das US-Unternehmen ITT auf die Technologiebühne und versprach dem Comecon-Land die Lieferung jener Chips, die Österreich, nicht exportieren darf.