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22.04.1988 - 

Mit lAO-Werkzeug Wettbewerbsvorteile im Blick:

IuK-Einsatz ist Unternehmerstrategie

STUTTGART (CW) - Informationsverarbeitung wird in den kommenden Jahren zu einer Aufgabe mit unternehmensstrategischer Bedeutung. Planung und Gestaltung sollten sich künftig nicht nur auf interne Anforderungen beschränken, sondern auf Wettbewerbsvorteile abzielen. Das Fraunhofer-lnstitut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart stellt dazu ein Verfahren zur strategischen Planung und Gestaltung vor.

Die Vorteile der Informations- und Kommunikationstechnik, wie ihre unternehmensstrategische Dimension, liegen für die Experten des Frauenhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft and Organisation auf der Hand: Der Einsatz dieser Systeme etwa kann Determinanten des Wetttewerbs sowie Wettbewerbsstrategien beeinflussen. Diese Techniken können auch - als Bestandteil - Produkte und Dienstleistungen "intelligenter" machen.

Ausgangspunkt des Verfahrens zur strategischen Planung der Informationsverarbeitung ist die Analyse von relevanten Umweltfaktoren: den Anforderungen der Wettbewerbsumwelt, der Bestimmung der heutigen Leistungsfähigkeit im Sinne von Stärken und Schwächen sowie dem Ermitteln der notwendigen Unterstützung der Unternehmung. Informationen aus beiden Themenkomplexen sollen es möglich machen, adäquate Unternehmens- und Geschättsfeldstrategien abzuleiten und operative Maßnahmenkonzepte zu formulieren. Auf dieser Basis kann der Gesamtrahmen für die Informationsverarbeitung mit entsprechenden organisatorischen und technischen Umsetzungsmöglichkeiten erstellt werden. Einzelne Vorschläge zur organisatorischen und technischen Gestaltung können zu sinnvollen Detailprojekten zusammengefaßt werden.

Durch das Ableiten der Detailprojekte aus den Anforderungen der Wettbewerbsumwelt und aus den Potentialen und dem Bedarf der Unternehmung kann die strategische Bedeutung der einzelnen Projekte aufgezeigt und eine Prioritätenliste für deren Durchführung erarbeitet werden.

Generell läßt sich nicht von einem dominanten Typ der Wettbewerbsumwelt sprechen, sondern es ist möglich, je nach Ausprägung der Indikatoren mehrere Typen von Wettbewerbsumwelten zu unterscheiden. Für die Bundesrepublik Deutschland sind dies die Umwelttypen

- ruhige, zufällige Umwelt,

- ruhige, gebündelte Umwelt,

- dynamische, reaktive Umwelt,

- turbulente Umwelt und

- hyperturbulente Umwelt.

Diese Umwelttypen vermitteln die zentralen Anforderungen an mögliche Bewältigungsstrategien und liefern erste Anhaltspunkte für einen adäquaten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken und geeignete Formen der Aufbau- und Ablauforganisation der Informationsverarbeitung.

Allerdings darf nicht von einem mechanistischen Wirkungszusammenhang zwischen Wettbewerbsumwelt und Einsatzstrategien für Informations- und Kommunikationssysteme ausgegangen werden. Weitere Faktoren wie die Branche, die Branchenstruktur, feststehende organisatorische Strukturen, bislang verfolgte Unternehmensstrategien sind in die Überlegungen miteinzubeziehen.

Für die Unternehmensanalyse werden je nach Fragestellung verschiedene Methoden zur Analyse und Gestaltung von Arbeitssystemen herangezogen, wie sie zum Beispiel in der VDI-Richtlinie 5003 vom November 1987 aufgeführt sind.