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30.10.1998 - 

Witsa-Studie aktualisiert Eito-, OECD- und IDC-Daten

IuK-Industrie festigt Rolle als Wachstumslokomotive

Demnach wurden allein 1997 weltweit rund 1,8 Billionen Dollar mit Produkten und Dienstleistungen in Sachen IT, Telekommunikation und Büro-Equipment erwirtschaftet. Eine Summe, die beispielsweise den Wert aller produzierten Güter und erbrachten Dienstleistungen Frankreichs übertrifft. Die einschlägige Branche verzeichnete damit um 40 Prozent höhere Umsätze als noch vor fünf Jahren. Zum Vergleich: Das weltweite Bruttosozialprodukt ist seit 1992 um nur 27 Prozent gestiegen. Damit lasse sich, so die Autoren der Studie "Digital Planet - The Global Information Economy", die IuK-Industrie mit Fug und Recht als "Wachstumslokomotive Nummer eins" bezeichnen.

Größter Einzelmarkt ist der Bereich TK-Services und -Equipment, der 1997 auf ein weltweites Volumen von knapp 800 Milliarden Dollar kam. Es folgen das Hardwaregeschäft (340 Milliarden Dollar) und - überraschenderweise - die internen IT-Ausgaben der Unternehmen, etwa die Gehälter für das IT-Management, diverse Projektkosten, Abschreibungen sowie vor allem aufwendige interne Dienstleistungen wie User-Support und Helpdesks (300 Milliarden Dollar). Die größten Steigerungsraten verzeichnete im Zeitraum 1992 bis 1997 nicht der von vielen Experten heiß gehandelte IT-Servicemarkt, sondern das Software-Business, das weltweit von 70 auf knapp 120 Milliarden Dollar zulegen konnte (siehe Abbildung).

Immer deutlicher korrespondiere das weltweite Wachstum der IuK-Branche mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, heißt es in der Studie weiter. So sind beispielsweise während der vergangenen fünf Jahre in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Japan und Schweden mehr als 90000 neue Unternehmen im IuK-Bereich entstanden.

Allein in den Vereinigten Staaten kamen jährlich mehr als 7000 Startups im IuK-Sektor hinzu. Über 380000 neue Arbeitsplätze konnten dadurch in den genannten Ländern geschaffen werden (siehe Abbildung).

Überdies spreche vieles dafür, daß die IuK-Branche ihre besten Tage noch vor sich habe. Bereits Ende dieses Jahres dürften 100 Millionen Menschen über einen Zugang zum World Wide Web verfügen; mehr als 320 Millionen Internet-Surfer lassen sich auf der Basis realistischer Annahmen für 2002 hochrechnen. Für die PC-Durchdringung der Unternehmen und privaten Haushalte sowie die Inanspruchnahme professioneller IT- und TK-Services seien ähnliche Wachstumsschübe zu erwarten. Eine der Kernaussagen der Untersuchung lautet deshalb: "Moderne IuK-Techniken haben die Weltwirtschaft im Sinne einer gestiegenen Produktivität revolutioniert."

Die Ergebnisse der Studie basieren auf Erhebungen von IDC, der Herstellervereinigung European Information Technolgy Observatory (Eito), der International Telecommunication Union (ITU) sowie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD). Gleichzeitig wurden Witsa-Angaben zufolge in den - gemessen am jeweiligen nationalen Bruttosozialprodukt - 50 größten Industriestaaten Hersteller, IT-Verantwortliche, Distributoren und Endanwender befragt.