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22.10.1993 - 

Einheitliches Look-and-feel am Desktop

Ixi schlaegt jetzt eine Bruecke zwischen Unix und Windows

MUENCHEN (CW) - Als Friedensangebot zwischen der Unix-Gemeinde und Microsoft vermarktet das SCO-Tochterunternehmen Ixi ein Toolset mit der Bezeichnung "Win-tif". "Kuenftig ist kein Desktop-Anwender mehr gezwungen, zwischen Unix und Windows zu waehlen", nennt Ixi- Chef Ray Anderson, den Hauptvorteil des Produkts.

Im Kern stellt Win-tif eine Erweiterung der Motif-basierten X- Desktop-Umgebung von Ixi dar, die sich aber wie Microsofts Windows 3.1 praesentiert. Die von dieser Oberflaeche aufgerufenen Unix- Anwendungen werden, so Ixi, automatisch dem Windows-Look-and-feel angepasst. Win- dows-Anwendungen lassen sich auf herkoemmliche Weise in die neue Oberflaeche integrieren. Die Versoehnung besteht also in der Verwendung beider Betriebssysteme, wobei Windows jedoch als Gast in einer Unix-Motif-Umgebung fungiert.

Auf diese Weise koennen vom Arbeitsplatzrechner aus sowohl Unix- als auch Windows-Anwendungen aufgerufen werden, ohne dass sich die Benutzeroberflaeche aendert. Der Benutzer wird moeglicherweise gar nicht mehr merken, welcher Systemwelt seine Applikation angehoert.

Anil Malhotra, Marketing-Direktor von Ixis sieht in dem Produkt, das ab Anfang 1994 unter der Bezeichnung "Windows Friendly" ausgeliefert werden soll, weit mehr als eine einheitliche Loesung fuer Desktop-Anwender. Sein Unternehmen wolle damit dem "kompromisslosen Verdraengungswettbewerb zwischen Unix und Windows am Desktop" entgegenwirken. Aus diesem Grund spielte die Win-tif- Praesentation mit dem Motto "The war is over"auf die Friedensbewegung der 60er Jahre an.

An einem Krieg zwischen Microsoft und der Unix-Gemeinde koennen Ixi und dessen Konzernmutter SCO schon deshalb kein Interesse haben, weil die Gates-Company rund 20 Prozent der SCO-Anteile haelt.