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29.10.1999 - 

Thema der Woche/Tochter für E-Commerce wird gegründet

Ixos gerät in den Sog der schwächelnden ERP-Anbieter

MÜNCHEN (CW) - Die Ixos Software AG, München, hat ein mäßiges erstes Quartal 2000 (Ende 30. September 1999) abgeschlossen. Der Umsatz stieg lediglich um drei Prozent auf 37,7 Millionen Mark. Dabei war ein Verlust von 8,9 Millionen Mark zu verschmerzen - im ersten Quartal 1998 hatte Ixos noch einen Gewinn von 800 000 Mark erzielt.

Die Münchner sind als Anbieter von Archivierungslösungen, mit denen sich Business-Dokumente in R/3-Umgebungen verwalten lassen, in den Sog der angeschlagenen SAP AG geraten (siehe Seite 61). Der magere Umsatz ist vor allem einem 22prozentigen Einbruch im Lizenzgeschäft zuzuschreiben. Hier nahm Ixos nur noch 17,9 Millionen Mark ein. Der Wartungsumsatz dagegen stieg um 77 Prozent auf 6,2 Millionen Mark, und beim Service legte das Unternehmen um 33 Prozent auf 13,5 Millionen Mark zu.

Ixos führt die enttäuschende Geschäftsentwicklung auf zurückhaltende IT-Ausgaben in der Kernzielgruppe, der SAP-Anwenderschaft, zurück. Das Jahr-2000-Problem bindet in vielen Unternehmen das IT-Budget, größere Softwareprojekte werden verschoben. Schwierig sei das Marktumfeld vor allem in den USA und in Europa "außerhalb Deutschlands" gewesen.

Ixos versucht nun, auf der E-Business-Welle mitzuschwimmen. Bis Ende 1999 wollen die Münchner eine Tochtergesellschaft gründen, die Archivierungsprodukte für die Dokumentation von E-Commerce-Transaktionen entwickeln soll. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Tochtergesellschaft XML-basierte Dokumente für den elektronischen Handel, darunter Aufträge, Liefersscheine und Rechnungen, archivieren. Vorgesehen ist die Einrichtung eines Business-Portals, von dem aus die Aufbewahrung der Dokumente als Dienstleistung angeboten und über Application Service Provider (ASPs) zur Verfügung gestellt werden soll.