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25.09.1998 - 

Dual Listing an Nasdaq und Neuem Markt

Ixos tanzt beim Börsengang gleich auf zwei Hochzeiten

"Ein Dual Listing ist ein hartes Stück Arbeit", sparte Ixos-Mitbegründer und -Vorstandschef Eberhard Färber auf der Pressekonferenz anläßlich des geplanten doppelten Börsengangs nicht mit Eigenlob. Doch mit Blick auf die US-amerikanischen Mitarbeiter, denen man ebenfalls ein Stock-Option-Programm anbieten wollte, sei dies unumgänglich gewesen. "Außerdem können wir durch solch eine Maßnahme in den internationalen Absatzmärkten das Image des deutschen Außenseiters abschütteln, das hiesigen Unternehmen immer anhaftet", so Färber weiter.

Vermutlich dürfte auch der unlängst erfolgte US-Börsengang des Walldorfer Softwareriesen SAP die Entscheidung des Ixos-Managements mitgeprägt haben. Denn Ixos ist eng mit SAP verbandelt. Seit 1992 bewegen sich die Grasbrunner im R/3-Umfeld, und ihre Archivsoftware "Archive" ist ein wichtiger Baustein der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware von SAP. Darüber hinaus sind die Walldorfer seit 1993 mit zehn Prozent an Ixos beteiligt.

Nach dem doppelten Börsengang reduziert sich der SAP-Anteil genauso auf 8,4 Prozent wie der der Intel Corp., die seit 1996 ebenfalls einen Anteil von zehn Prozent an Ixos hält. Investor Goldman Sachs, der seit 1997 mit 18,7 Prozent Teilhaber an der Münchner Softwareschmiede ist und die Federführung des emissionsbegleitenden Bankenkonsortiums hat, wird nach der Börseneinführung noch einen Anteil von 16,1 Prozent halten. Die Mehrheit verbleibt mit 50,8 Prozent bei den Ixos-Gründern und den Mitarbeitern.

Insgesamt werden seit dem 21. September im sogenannten Bookbuilding 605 000 Ixos-Aktien zum Preis von 165 bis 195 Mark zur Zeichnung angeboten. Davon stammen 530 000 aus einer Kapitalerhöhung, der Rest aus dem Besitz von zwei Altaktionären. Das Emissionsvolumen beläuft sich damit auf 100 bis 118 Millionen Mark. Geht man vom höchsten Emissionspreis aus - und den erzielte bislang noch jedes Unternehmen, das an den Neuen Markt ging -, wird der Sprung aufs Börsenparkett den Grasbrunnern rund 122 Millionen Mark in die Kasse spülen. Genutzt werden soll das frische Kapital vor allem zum verstärkten Ausbau der Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten. Firmenzukäufe dagegen scheinen vorerst kein Thema zu sein. Betonte Vorstandschef Färber: "Akquisitionen sind mit einem enormen Risiko behaftet. Wir haben uns deshalb bis auf weiteres nichts Entsprechendes vorgenommen."