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16.02.2001 - 

Neuer COO soll die Unternehmensstrukturen straffen

J.D. Edwards fällt wieder in die roten Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Der amerikanische ERP-Anbieter J.D. Edwards wird eigenen Angaben zufolge das erste Quartal seines Geschäftsjahres (Ende: 31. Januar) mit einem leichten Verlust abschließen. Begründet wurde dies mit Problemen in Vertrieb und Service.

Nach einer Ankündigung des Softwarehauses aus Denver beläuft sich der Quartalsumsatz auf einen Betrag zwischen 208 und 218 Millionen Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte das Unternehmen noch 232 Millionen Dollar erwirtschaften. Parallel dazu dreht sich auch der Ertrag auf ein voraussichtliches Minus von ein bis zwei Cent je Aktie. Die Wallstreet hatte ein Plus von einem Cent je Anteilschein prognostiziert, vor einem Jahr lag J.D. Edwards noch mit 3,6 Millionen Dollar in der Gewinnzone. Am 5. März will die Firma ihren abschließenden Quartalsbericht vorlegen.

Begründet wurden die schlechten Zahlen mit internen Problemen im Vertrieb und dem Servicebereich. Das Lizenzgeschäft entwickelte sich schleppend, höchstens 84 Millionen Dollar Umsatz werden hier erwartet. Vor zwei Monaten hatte CEO Edward McVaney noch 95 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Als Konsequenz muss nun der amtierende Chief Operating Officer (COO) Dave Girard seinen Posten räumen. Der 55-jährige Hank Bonde soll als sein Nachfolger dafür sorgen, dass die Strukturen des Softwareanbieters gestrafft werden, zudem wird er CEO McVaney vom Tagesgeschäft entlasten. Außerdem berief die Firma mit Leslie Wyatt einen neuen Marketing-Chef.

Bereits im vergangenen Frühjahr hatte es einen Wechsel im Management von J.D. Edwards gegeben. Damals kam der Mitgründer McVaney nach einem kurzen Intermezzo zurück in das Unternehmen, das sich zu der Zeit unter CEO Douglas Massingill in finanziellen Turbulenzen befand. McVaney entließ rund 15 Prozent der Belegschaft und konnte J.D. Edwards aus den roten Zahlen zurück ins Plus führen.

Abb: J.D. Edwards

Der ERP-Anbieter leistete sich einen klassischen Fehlstart ins neue Geschäftsjahr. Quelle: CW