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02.06.2000 - 

Kein Ausstieg aus ASP-Markt

J.D.Edwards meldet leichte Verluste für zweites Quartal

MÜNCHEN (CW) - Der ERP-Anbieter J.D. Edwards schließt das zweite Geschäftsquartal mit leichten Verlusten ab. Inklusive der Aufwendungen für Übernahmen meldet das Unternehmen ein Minus von 2,3 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Zugleich bekräftigt der Hersteller, dass man sich entgegen anderen Meldungen weiterhin im ASP-Markt engagieren werde.

Von einem erfolgreichen Quartal mögen Analysten angesichts der J.D.Edwards-Zahlen nicht sprechen. Der Umsatz glich trotz der optimistischen Prognosen nach dem Jahr-2000-Wechsel etwa dem Vorjahresergebnis und betrug 231 Millionen Dollar. Besser als in der Vergleichsperiode lief zumindest das Lizenzgeschäft. Es stieg um 22 Prozent auf 81,7 Millionen Dollar. Deutlich schwächer schnitt der ERP-Anbieter dagegen bei den Dienstleistungen ab. Hier erzielte man nur 149,3 Millionen Dollar im Vergleich zu 164,4 Millionen Dollar im Vorjahr. Bereinigt um die mit Übernahmen zusammenhängenden Investitionen, errechnet der Hersteller einen Reingewinn von 1,7 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie.

Das Gesamtminus von 2,3 Millionen Dollar ist zwar deutlich geringer als der Verlust von 10,4 Millionen Dollar im Vorjahr, dennoch hatten Analysten mit einem klaren Gewinn gerechnet. Die schwachen Zahlen zusammen mit der in der vergangenen Woche gemeldeten Umstrukturierung und Streichung von 800 Stellen dämpfen den Optimismus für das laufende Jahr, meint ein Analyst der American Fronteer Financial Corp. in Denver.

Probleme hat es offensichtlich auch mit der Vermittlung der neuen Unternehmensstrategien gegeben. Der dabei entstandene Eindruck, J.D.Edwards werde sich aus dem Markt des Application-Service-Providing (ASP) zurückziehen, stimme nicht, betont Peter Landolt, verantwortlich für die Aktivitäten des Herstellers in Zentraleuropa. Neben dem weltweiten Logistik-Vorzeigeprojekt mit dem österreichischen Automobilzulieferer Steel gebe es seit Ende Mai die siebzehnte ASP-Partnerschaft. Der letzte Abschluss erfolgte mit einer Firma in Hongkong. Diesen Zukunftsmarkt werde man nicht verlassen, sondern verstärkt angehen, so Landolt.